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 Colorful future

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Azuka Ibori

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BeitragThema: Colorful future   Di Jun 30, 2015 11:44 am


Nur selten fanden Leute ihren Weg in diesen Raum, ohne dabei ihr Geld hier zu lassen. Doch dieses Mal war es anders, denn ihre Besucher sollten nicht Geld hier lassen, sondern sie würde ihren Besuchern ein wenig Geld geben. Oder ein wenig war vielleicht untertrieben, doch für sie war es nicht so viel Geld, wie für die meisten anderen. Oder für ihre Besucher. Wobei sie schon jetzt wusste, dass nicht wie von ihr gewünscht beide Jugendliche kommen würden, sondern nur der junge Mann, der Engel. Riley. Sie hatte ihn schon gesehen, bevor er überhaupt daran gedacht hatte, an diese Schule zu kommen, doch davon wusste er natürlich nichts und so wollte sie es auch halten.
Er würde den beiden Jugendlichen sowohl den Schulbesuch, als auch das Internat bezahlen, als einzige Gegenleistung bisher hatte sie sich gewünscht, dass sie mit beiden einmal sprechen könnte. Sie kennenlernen und vielleicht sogar anfreunden. Soweit dies bei solch einer Wortkarg Person wie sie es war, eben möglich war. Wobei dies keine Situation war, welche Schweigend erforderte, entsprechend könnte es auch sein, dass sie heute etwas mehr als üblich reden würde.

Sie goss heißes Wasser über die Teeblätter und holte zwei Tontassen aus einem Schrank. Sie würde niemals behaupten, dass ihre Tat vollkommen selbstlos war. Zwar war Azuka weder selbstsüchtig oder geizig, doch sie hatte durchaus auch Pläne mit jenen, welche in ihrer Schuld standen. Oder wie sie es besser Formulierte: Die Zukunft hatte Pläne. Und sie war nicht gewillt, alles auf sich sitzen zu lassen, was sie zeichnete oder malte. Ikenga führte sie immer auf den rechten Weg und sie vertraute den Worten dieses Gottes. Wenn man ihre Eingebungen denn Worte nennen konnte.
Der würzige Geruch des Tees erfüllte langsam den kleinen und vollgestopften Raum. In den meisten Fällen legte sie viel Wert darauf, dass sowohl ihr Aussehen, als auch das ihrer Wohnung tadellos und durchdesignt war, doch dieser Raum hier war die Ausnahme. Hier fand sich alles, was für sie tatsächlich einen Wert hatte. Und zwar keinen materiellen, sondern den der Erinnerungen und der Magie. Hier fand man ihren Schrein für Ikenga, ihr Schattenbuch und alle ihre Kräuter und ihre Kerzen, ihre Zaubertränke und Öle, welche sie für ihre Rituale brauchte.

Azuka hatte sich nicht in ihr goldenes Ritualgewand geworfen, sondern ein schlichtes, schwarzes Kleid, mit einem goldenen Gürtel angezogen. Dazu noch einige goldene Armbänder und mit ein wenig Make-Up fühlte sie sich für dieses Treffen genügend herausgeputzt. Jetzt hieß es warten. Es gab eine Türe, welche direkt hier her führte und sie hatte ihrem Gast die Anweisung gegeben, hier anzuläuten.


Zuletzt von Azuka Ibori am Di Jun 30, 2015 4:29 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Colorful future   Di Jun 30, 2015 2:34 pm

Da Beth immer mehr für sich oder mit neuen Bekanntschaften unterwegs sein wollte und Riley das irgendwann - auch aufgrund der Tatsache, dass sie hier wohl so sicher wie möglich war, wenn sie nur nicht einem Jäger in die Arme lief - akzeptiert.
Die überraschende Einladung der Wahrsagerin hatte Riley erst misstrauisch gemacht, doch schließlich hatte er zugesagt und sich auf den Weg gemacht, alleine, denn Beth hatte deutlich gemacht, wie wenig ihr der Sinn nach einem Besuch bei einer Seherin stand.
Aufmerksam ging er durch die Stadt und beobachtete unauffällig die Bewohner. Manchen sah er gleich an, dass sie Schattenwesen waren, bei den meisten aber war er sich nicht ganz sicher. Als er endlich vor der Tür stand, war er zugegebenermaßen aufgeregt.
Nach kurzem Zögern läutete Riley und sah gespannt die Tür an.
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Azuka Ibori

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BeitragThema: Re: Colorful future   Di Jun 30, 2015 2:44 pm

Entspannte wartete die Wahrsagerin, welche auch weit außerhalb der Schattenwesen bekannt war. Doch man musste schon von ihrer Gabe wissen, um auch einen tatsächlich Ausblick in die eigene Zukunft zu sehen. Und selbst dann wurde es teuer. Sie musste ja auch von etwas leben und sie wollte das Geld auch nutzen. Für ihre Familie, aber auch für hilfsbedürftige Kinder.
Als sie die Türe öffnete erkannte sie den Jungen, welcher davor stand sofort. Die langen Haare und die herunter gekommene Kleidung war auch alles andere als unauffällig. Und auch sein Auftreten zeugte von Selbstsicherheit. Doch er musste such selbstsicher sein, wenn er solch ein wildes und kopfloses Mädchen wie Beth es war, beschützen wollte.
„Hallo Riley. Komm herein. Wie erwartet ist Annabeth nicht mit gekommen“, sagte sie mit ruhiger und entspannter Stimme. Sie trat zurück und öffnete die Türe noch weiter, damit er in den Raum eintreten konnte.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Di Jun 30, 2015 3:04 pm

Als er sie so vor sich sah, war er für einen Moment sprachlos. Sie hatte eine beeindruckende Ausstrahlung, wusste von ihren Stärken und war dementsprechend sehr selbstsicher. Ihre ganze dunkle Haut schien von einem goldenen Schimmer bedeckt zu sein.
Mit einem Blinzeln weckte er sich aus dem Moment des Erstaunens und nickte leicht, ehe er eintrat. "Guten Tag, Madame ..." Er war sich nicht ganz sicher, wie er sie ansprechen sollte. "Ja, sie entschuldigt sich, sie konnte leider nicht kommen.", redete er Beth wesentlich höflicher heraus, als sie selbst es vermutlich getan hätte.
Kaum war er durch die Tür getreten, ließ er den Blick schweifen und selbst, wenn das nicht seine Gewohnheit zum Vorbeugen von unliebsamen Überraschungen wäre, hätte er es wohl getan, denn hier gab es unglaublich viel zu sehen. So viele Details, der Raum war hoffnungslos überfüllt, aber irgendwie störte es nicht, alles fügte sich zusammen und ergab ein harmonisches und mystisches Bild, das einen, besonders mit der Kombination mit dem würzigen Duft, in einen seltsam ruhigen Zustand zu versetzen schien. Riley aber war dennoch ein wenig aufgeregt und wandte schließlich mühsam den Blick von all den kleinen Sehenswürdigkeiten ab, um seine Gastgeberin höflich anzulächeln.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Di Jun 30, 2015 3:20 pm

Sie lächelte den jungen Engel mit einem wissenden Lächeln an, das eindeutig zeigte, dass sie mehr wusste, als sie offen legte. Sie schloss die Türe hinter ihm und folgte ihn dann hinein in den Raum. Dabei beobachtete sie Riley aber unentwegt.
"Du brauchst sie nicht zu verteidigen. Um es mit ihren Worten zu sagen: Was soll ich bei solche einer Tussen, die glaubt, mir etwas sagen zu können, was ich nicht schon weiß. Womit sie nicht vollkommen falsch liegt.“ Azuka schmunzelte und deutete auf einen der Sessel, welcher in dem Raum standen. Er war mit Polstern ausgestattet, damit man weicher saß und es einem nicht so unangenehm war, wenn es einmal länger dauerte. Denn vor allem wahre Vorhersagenden konnten bis zu mehreren Stunden dauern in der Entstehung.
“Bitte, setzte dich. Möchtest du einen Tee haben, Riley?" Sie setzte sich auf einen freien Sessel, dem Engel gegenüber. Sie füllte die beiden Tontassen, welche sie zuvor hergerichtet hatte, mit einem dunklen, würzigen Tee, dessen Geruch sich schon in dem ganzen Zimmer verteilt hatte. Zucker stand daneben, ebenfalls in einem Tongefäß, zusammen mit einem kleinen Löffel. Doch sie verzichtete auf den Zucker, welcher ihrer Meinung nach den Geschmack des Getränkes zu sehr verfälschte.
Alles hier passte gut in das Gesamtbild, welches eindeutig afrikanisch angebraucht war, aber auch viele andere Kulturen mit einspielen ließ. Sie liebte es, diese zu erkunden und in ihre Magie einfließen lassen. Und so war in dem Chaos auch eine gewisse Ordnung zu finden, welche für die Meisten wohl kaum zu bemerken war. Doch sie fühlte sich hier wohl und dieses Zimmer erinnerte sie auch am stärksten an ihr Zuhause. Dieses vermisste sie nicht direkt, aber hier war es doch so vollkommen anders.
Sie schlug ein Bein über, nahm ihre Tasse in die Hand und lehnte sich zurück. Selbst als sie einen kleinen Schluck nahm, beobachtete sie den Engel noch immer eingehend.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Fr Jul 03, 2015 11:34 pm

Rileys Brauen hoben sich ein wenig und er sah sie erstaunt an, als es schien, als würde sie tatsächlich mit Beths Worten sprechen. Dann aber erinnerte er sich daran, dass sie eine Hexe war und somit war sie wohl sehr viel seriöser, als irgendeine menschliche Wahrsagerin es sein könnte.
"Wenn stimmt, was Sie über Ihre Kunst sagen, wissen Sie durchaus mehr als sie.", antwortete er, während er den Blick noch immer schweifen ließ, ehe er sie ansah und lächelte.
"Sehr gern." Er setzte sich und nahm mit einem Lächeln den Tee entgegen, mit dem ihn auf einmal ein Gefühl der Heimat durchströmte, das weiter zurück lag als das Haus in Amerika. Es war anders, aber ebenso schön. Auch Riley nahm keinen Zucker, obwohl er so lange in Amerika gewohnt hatte, hatte er die Zuneigung zu süßen Gerichten oder Getränken nie wirklich geteilt. Er mochte seinen Tee schlicht und entspannend. Oder eben aufregend würzig, wie diesen hier. Nach einem kleinen Schluck, mit dem er aufmerksam den Geschmack kostete, setzte er die Tasse fürs Erste wieder ab.
Dass Azuka ihn unentwegt ansah, brachte ihn ein wenig durcheinander, denn für gewöhnlich war er es, der die Menschen oder Schattenwesen in der näheren Umgebung beobachtete, da sie das aber nun tat, ließ er den Blick hierhin und dorthin wandern und nur ab und zu zu ihr.
"Sie ... haben es wirklich sehr schön hier.", bemerkte er schließlich, was er auch ernst meinte. Ihm wäre es zu voll hier, aber es hatte durchaus seinen Reiz.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Sa Jul 04, 2015 10:43 pm

Leicht legte die Hexe den Kopf schief und nickte dann, wie als Antwort auf seine letzte Aussage zu ihrem Zuhause. Dieser Traum symbolisierte als einziges wirklich, wie ihr Zuhause gewesen war. Zwar war ihrer Familie nie der Luxus von viel Geld vergönnt gewesen und entsprechend war auch nie auch nur ein Raum überfüllt gewesen, doch vieles hier war original oder besaß einfach keinen Wert, bis auf den sentimentalen. Die restlichen Raume des Hauses waren dafür einfach nur modisch, hatte aber beinahe keine persönliche Note, sodass im Grunde zu jeder Zeit jemand anderer einziehen könnte.
„Du magst dich fragen, weshalb ich dich her gebeten habe…“ Sie verstummte wieder und nahm einen weitern Schluck ihres Tees. Sie ließ sich mit der Antwort Zeit, doch bevor er ihr seine Vermutung sagen konnte, gab sie ihm schon die Antwort.
„Ich wusste, dass ihr beide hier her kommen würdest. Und ich habe entschlossen euch die Schule und das Internat zu zahlen. Neben Nötigem wie Hygieneartikel und Kleidung natürlich.“ Sie verstummte, um erst einmal ihre Worte wirken zu lassen. Es konnte gut möglich sein, dass es ein Schock war. Es konnte gut sein, dass er sich freute, dass er geschockt war oder dass er misstrauisch wurde. Das hatte sie nicht voraus gesehen und das war auch gut so. Würde sie alles im Vorhinein wissen, wäre es ja langweilig überhaupt zu leben.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Mo Jul 06, 2015 8:40 pm

Als sie zu sprechen begann, nahm er das erleichtert zum Anlass, sie wieder ansehen zu können, blickte ihr in die Augen und versuchte, so möglichst viel über sie herauszufinden, ohne in irgendeiner Weise auffällig zu wirken.
Riley nickte und nahm seine Teetasse in die Hände, damit sie beschäftigt waren und er sie nicht irgendwie bewegte. Er wusste nicht, wieso er so unruhig war, ob es die mystische Ausstrahlung der Frau oder einfach die Tatsache war, dass er nicht bei Beth war, was ihn immer beunruhigte.
Vermutlich war es auch die Erwartung auf die Erklärung der Einladung, die ihn hierher geführt hatte.
Aufmerksam musterte er die selbstbewusste und ausdrucksstarke Frau ihm gegenüber und lauschte ihr. Als sie behauptete, gewusst zu haben, dass er und Beth in die Stadt kommen würden - oder meinte sie speziell die Schule? - beschlich ihn das Gefühl, dass das jeder Seher und jede Wahrsagerin sagen würde, dennoch glaubte er ihr, denn sie war vermutlich kein Mensch, der einfach mit Schwindeln versuchte, an Geld zu kommen.
Dann nannte sie den Grund für sein Hiersein und er runzelte leicht die Stirn. "Vielen Dank ...?", murmelte er nach einigem Zögern.
Konnte das sein? Wollte sie einfach so die Schule und das Internat zahlen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten? Er wollte es so gern glauben, glaubte noch immer irgendwo an das Gute in einem jeden Wesen.
Wäre Beth hier, würde sie ihn vermutlich unter dem Tisch treten.
Sie hat recht, dachte er instinktiv, als hätte sie es tatsächlich getan.
"Und was wollen Sie als Gegenleistung?", fragte er deshalb nach, ohne jedoch unhöflich zu klingen. Er fragte vorsichtig. Auf der Straße hatte er sich hin und wieder hinterher gewünscht, diese Frage rechtzeitig gestellt zu haben.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Mo Jul 06, 2015 9:49 pm

Ein feines Schmunzeln wanderte kurz über die Lippen der Hexe, während sie weiterhin ihren Gast im Auge behielt. Nicht weil sie Sorgte hatte, dass er etwas ungebührliches machen würde, da würde sie sich schon zu helfen wissen. Sie war nicht nur eine sehr begabte Wahrsagerin, auch wenn ihre Art sehr unkonventionell war, sondern war auch eine äußerst begabte Hexe, welche wusste, wie sie ihre Magie am besten einzusetzen hatte. Sowohl offensiv, als auch passiv. Und besonders, da die wenigsten etwas von afrikanischen Ritualen und deren Auswirkungen wussten. Somit hatte sie einen großen Vorteil der üblichen Magier und Hexen, welche mit der westlichen Magie arbeiteten.
„Die Gegenleistung?“ Er war nicht dumm, so viel musste man sagen. Aber etwas anderes hatte er nicht erwartet, schon als er eingetreten war, hatte er das Gefühl gehabt, hier eine vernünftige Person vor sich zu haben. Im Gegensatz zu seiner Wegbegleiterin, welche mehr als nur manches Mal kopflos handelte. „Die Gegenleistung ist simpel… Passt auf euch auf. Passt auf euresgleichen auf. Wir Schattenwesen werden alle bedroht. Und wenn ich einmal eure Hilfe gebrauchen kann… Dann werde ich an euch heran treten.“ Sie würde wohl kaum die Hilfe von zwei pubertierenden Schattenwesen brauchen, doch gelegentlich war das Schicksal einer anderen Meinung und verlange von ihr etwas, was sie freiwillig nicht getan hätte.
Ja, sie war ein Spielball eben dieser mystischen Macht und ja, sie war sich dessen bewusst. So wie sie auch wusste, dass sie nichts dagegen tun konnte. Was geschah, das geschah und was nicht geschehen sollte, das würde nicht geschehen. Sie konnte nur versuchen ihr Bestes zu geben. Und gerade eben dies tat sie gerade. Azuka versuchte anderen zu helfen. Sie verstand nämlich, was es bedeutete, wenn man nichts, oder beinahe nichts besaß.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Di Jul 07, 2015 11:19 am

Riley hörte ihr aufmerksam zu und nickte dann langsam, während er vorerst schwieg. Sie würden also für eine lange Zeit in ihrer Schuld stehen und wann immer diese Frau etwas wollte, würden sie antanzen müssen. Er fragte sich, was Beth dazu sagen würde. Würde sie lieber wollen, dass die Kosten von der Rektorin oder wem auch immer von der Schule bezahlt wurden oder von Azuka? Irgendjemand musste es schließlich bezahlen und bis Riley vielleicht einen Job gefunden und es selbst zahlen konnte, würden sie so oder so jemandem etwas schulden.
Nachdenklich musterte er die afrikanische Frau. Sie sah nicht aus, als würde sie es ausnutzen, zwei Jugendliche in ihrer Schuld stehen zu haben. 'Sie verdient ihr Geld mit Vorhersagen! Der vertrauenserweckendste Beruf ist das jetzt nicht gerade', hörte er Beth sagen und schüttelte leicht den Kopf, um sich nicht länger zu fragen, was sie tun würde, sondern das jetzt so für sie beide zu entscheiden, wie er hoffte, dass es richtig war.
"Natürlich passen wir aufeinander auf.", antwortete er. Für ihn war es selbstverständlich. Er wollte immer helfen, es sei denn, jemand wollte es absolut nicht. Aber müsste er sich zwischen Beth und jemand anderem, der Hilfe brauchte, entscheiden, würde seine Wahl immer auf Beth fallen.
Zumindest dieser Teil der Gegenleistung war für ihn absolut kein Problem. Und da sie den zweiten Teil auch mit dem Wort 'Hilfe' ausgesprochen hatte, erledigte er sich nun ebenfalls von selbst. Jedenfalls für Riley. Was Beth machen würde, stand in den Sternen, aber notfalls würde er ohnehin alles auf sich ziehen, was zu tun wäre.
"In Ordnung.", schloss er schließlich und runzelte bei einem weiteren Schluck Tee erneut leicht die Stirn, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass es so leicht werden würde. Zeit, sich wieder an eine ... zivilisierte Umgebung zu gewöhnen? An Leute, die einen nicht nur zu sich einladen, um einen auszurauben?
"Vielen ... Dank. Wirklich, das ist sehr großzügig, ich hoffe, dass wir Gelegenheit dazu bekommen, uns zu revanchieren. Wir zahlen das Geld natürlich so bald wie möglich zurück. Sobald ich einen Stundenplan habe, werde ich mir in der Stadt eine Arbeit suchen ..." Er sah zur Tür, als könnte er durch sie hindurch und draußen die offenen Stellen sehen. Darauf, arbeiten zu müssen, hatte er sich eingestellt, früher oder später hatte das kommen müssen, aber es würde bedeuten, dass er Beth wahrscheinlich noch weniger sehen würde, was ihm alles andere als recht war.
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Azuka Ibori

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BeitragThema: Re: Colorful future   Di Jul 07, 2015 12:44 pm

Mit solch einer oder zumindest einer ähnlichen Reaktion hatte sie gerechnet, denn sie hatte in der kurzen Zeit ihren Gegenüber recht gut eingeschätzt. Und dabei spielte natürlich auch ihre Fähigkeit eine nicht ganz unbedeutende Rolle, doch mit dieser hausierte sie nicht offen herum. Einerseits wegen den Jägern, welch so etwas gar nicht gerne sahen und sie sicherlich dann schnell auf ihrer Schussliste hatten, andererseits weil es sicherlich genügend Leute gab, welche diese dann nur z gerne ausnützen würden und vermutlich auch Gewalt anwenden, wenn nötig.
Also hielt sie ihre Fähigkeiten verborgen und hausierte nur mit den offensichtlich falschen Fähigkeiten herum, mit welchen sie auch den größten Teil ihres Geldes verdiente. Nicht wirklich, denn ein einziges Male ihr wahren Fähigkeiten nutzen kostete hunderte Male mehr als eine falsche Vorhersage, aber diese war eben wie schon erwähnt: Falsch. Auch diese ganze Geschichte von wegen Kontakt mit Geistern aufnehmen oder andere, eigenartige magische Rituale waren nicht echt. Nicht als Ganzes, höchstens der Kern war ein Stückchen Wahrheit, welches man wiederfinden konnte.
„Mach dir nicht so viele Gedanken über das zurückzahlen. Mir ist viel wichtiger, dass du die Schule nutzt und dir Wissen aneignest. Das ist eure Chance, dass ihr wieder zurück auf die rechte Bahn kommt. Ich möchte nichts behaupten, dass eure drei Jahre auf der Straße eine schlechte Zeit waren und sie werden den erst eures Lebens prägen… Aber in der Gesellschaft werdet ihr mit einem Schulabschluss leichter angenommen. Und dauerhaft Freunde finden tut auch gut…“ Sie lächelte schwach und trank ihren Tee aus, bevor sie sich selbst nachschenkte und einen weiteren Schluck nahm.
„Macht einfach, was euch Richtig erscheint. Schadet anderen nicht. Solltet ihr es ausnutzen, werde ich es erfahren.“ Es klang nicht wie eine Drohung, doch es war durchaus durchzuhören, dass sie es vollkommen ernst meinte und nicht mit sich, oder ihrem Geld herum spielen ließ. Sie steckte viel Geld in diese Jugendlich und hoffte, dass es sich auszahlen würde. Zumindest für die Kinder.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Mi Jul 08, 2015 9:48 am

Riley war zugegebenermaßen erleichtert, dass sie es nicht so eilig damit hatte, ihr Geld wieder zu bekommen, doch das Gefühl, in jemandes Schuld zu stehen, mochte er dennoch nicht. Nicht nur, weil es als Druckmittel verwendet werden konnte, was er hin und wieder erlebt hatte, sondern auch einfach deshalb, weil er niemandem zur Last fallen wollte.
Er nickte und lächelte dankbar, während er sie wieder ansah - und erstarrte dann. Woher wusste sie so viel über ihn und Beth? War sie tatsächlich eine Seherin oder hatte sie einfach Spione? Aber wieso sollte man zwei Jugendliche, die auf der 'falschen Bahn' waren, beobachten? Riley atmete langsam aus. Er war durch die Zeit wohl tatsächlich ein wenig paranoid geworden. Während den Jahren auf der Straße hatte ihnen das aber oft geholfen, also hatte er es nie für schlecht gehalten ... bis jetzt.
Vertrauen war etwas besonderes. Es ließ sich nicht leicht erhalten, schon gar nicht von jemandem, der schweres erlebt hatte. Es gab nur zwei Personen, denen er blind vertraute, wobei ... eher doch nur eine. Er liebte seinen Vater und er hatte ihm so viel beigebracht und sich um ihn gekümmert, doch das war davor gewesen. Als es passiert war, war es Riley gewesen, der sich um seinen Vater zu kümmern versuchte.
Für einen Augenblick schloss er die Augen und seine Brauen zogen sich ein kleines Stück zusammen, als er die Gedanken wieder verscheuchte. Das war nicht wichtig. Es lag lange zurück. Unwillkürlich fragte er sich aber, wie es seinem Vater jetzt ging, ob er noch mehr zerbrochen war, seit sein Sohn fort war oder ob es eine Erleichterung war, sich nicht mehr um ihn kümmern zu müssen?
Beth. Sie war somit die einzige, die sein volles Vertrauen hatte.
Erneut nickte er, diesmal offener. Im Grunde stimmte er mit allem, was sie sagte, überein. Allein die Tatsache, dass er sich vermutlich von nun an für immer von ihr beschattet fühlen würde, war unangenehm, aber bei einer Wahrsagerin, die diesen Namen wohl wirklich verdiente, musste das wohl so sein. "Wir werden es nicht ausnützen. Ich verspreche es.", antwortete er ernst und nickte noch einmal bekräftigend. "Ich danke Ihnen wirklich sehr, das ist ... von großer Bedeutung für uns." Vor dem letzten Wort hatte er kaum merklich gezögert. Hätte er 'mich' sagen sollen? Geld war etwas Großes für jemanden wie Beth und ihn selbst, aber von noch größerer Bedeutung war es, weil er damit diese Schule besuchen konnte. Was Beth ja nicht wirklich wollte ... aber vielleicht kam das noch, immerhin würde sie sicher Freunde finden. Diese Fanny war doch auch recht nett gewesen. Riley lächelte leicht. Es war gut, wenn Beth sich wohlfühlte. Sie sollte Freunde finden und ein entspannteres Leben führen können, als es bisher gewesen war. Wenn er an all das dachte, was sie schon hatte durchmachen müssen, wurde ihm sein Herz unglaublich schwer und manchmal fühlte er sich, als würde er nicht genug tun. Er war ihr verdammter Schutzengel, also musste er auch dafür sorgen, dass ihr verdammt nochmal nichts passierte.
Nun, vielleicht war es deshalb auch ganz gut, dass er sie hier ein wenig zu ihrem Glück zwingen musste, um ihretwillen. Und sollte sie wirklich nicht glücklich sein, würde er sofort wieder mit ihr gehen.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Mi Jul 08, 2015 7:27 pm

Die Hexe konnte geradezu sehen, wie die Gedanken durch den Kopf des Engel ratterten und ihn die Stirn runzeln ließ. Es wunderte sie nicht, dass er ihr nicht vertraute. Sie konnte es tatsächlich sogar sehr gut nachvollziehen, würde es aber nicht weiter ansprechen. Es war seine Sache und sie tat nur, was sie tun musste. Die Wahrsagerin fühlte sich oft wie einen Ball in eine, Spiel, dass sie nicht verstand. Aber sie kannte mehr Regeln als alle anderen, welche an diesem Spiel beteiligt waren. Vielleicht war sie sogar jene, welche gelegentlich die anderen Spielfiguren bewegte.
„Es ist eure Sache wie ihr mit dem Geld umgehen werdet. Aber wenn ihr nicht das Internat und die Schule besuchen werdet, dann werdet ihr kein weiteres Geld bekommen.“ Sie lehnte sich zeitlich über den Sessel und zog eine silberne Metallbox aus ihrer Handtasche. Als sie diese aufklappte, wurden automatisch einige Karten, Visitenkarten und ein wenig Geld heraus geklappt. Sie nahm eine der zahlreichen Karten mit Mittel- und Zeigefinger heraus und steckte sie dann dem jungen mann entgegen. „Auf dieser ist genügend Geld, dass ihr die ersten Kosten für die Schule, das Internat und die Schulbücher abdecken könnt. Zudem noch ein kleiner Zusatz für Kleidung und Hygieneartikel. Pünktlich zu Anfang jedes Monats wird das Geld für die laufenden Kosten darauf überweisen. Zusätzlich noch ein Hunderte, für etwaige Freizeitaktivitäten. Sollte einmal mehr Geld benötigt werden, dann könnte ihr euch an mich richten und wir können uns überlegen, was ihr dafür machen könnte, dass ihr mehr Geld bekommt.“
Sie hatte sehr ernst gesprochen und meinte jedes Wort so, wie sie es sagte. Sie wollte den beiden unter die Arme greifen, aber sie nicht verwöhnen. Hundert Euro war für zwei Personen nicht viel Geld, das wusste sie. Doch sie hatte nicht vor dadurch die beiden an sich zu binden. Es war seine Sache, wie weit sie sich an sie binden würden. „Ich würde die Karte bei dir behalten. Ich weiß, dass du Annabeth vertraust, doch du weißt auch, wie unvernünftig sie sein kann. Es ist aber deine Sache, ob du ihr von der Karte erzählst, oder nicht…“ Nachdem der Engel das Geschenk entgegen genommen hatte, lehnte sie sich wieder zurück und nahm ihre Tasse wieder in die Hände. Sie wartete auf seine Reaktion.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Mi Jul 08, 2015 10:15 pm

Gesagt zu bekommen, Geld zu erhalten und es dann wirklich in Form einer Karte angeboten zu bekommen, waren zwei völlig verschiedene Dinge, das merkte Riley jetzt. Zögernd sah er die Karte an. Sie sprach von so viel Geld! Von Geld für Freizeitaktivitäten! 100 Euro monatlich, die nicht für die Schule bestimmt waren! In den letzten Jahren war er mit dem wenigsten ausgekommen und das hier erschien ihm nun wie Luxus. Der erste Gedanke war, es einfach abzuweisen. Würde er mit so viel Geld umgehen können? Vermutlich würde er es nicht wagen, diese 'überflüssigen' 100 Euro auszugeben, einfach, um das Gefühl, zu viel zu erhalten, zu mindern.
"Das ist zu viel.", murmelte er leise, als er die Karte schließlich doch nahm und sie bedächtig in den Händen hielt. Er fühlte sich schäbiger denn je. Mit der Zeit hatte er gelernt, gut mit seiner mittellosen Situation klarzukommen, doch jetzt, wo er merkte, wie viel er für die Schule brauchte, war es einfach nicht genug, was er hatte.
Ein wenig verzweifelt überlegte er, wie er sich schon jetzt revanchieren könnte, da sprach sie weiter und er sah sie stirnrunzelnd an. Allein der Gedanke, Beth etwas zu verheimlichen, kam ihm falsch vor. Gut, ein Geheimnis hatte er, ein großes, aber das war etwas anderes. Alles andere besprach er mit ihr, sie wusste alles über ihn, mehr, als sein Vater über ihn wusste, mehr, als seine Mutter gewusst hatte. Niemals würde er ihr etwas so wichtiges, wie ihre Geldquelle verheimlichen. Er würde es vermutlich wirklich verwalten, aber Beth würde auf jeden Fall davon wissen.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Do Jul 09, 2015 6:18 pm

Azuka entging der Blick nicht, mit welchem Riley die Karte betrachtete und konnte nicht verhindern, dass dass sie schmunzeln musste. Wie viel ihm dies doch wert war, wobei es bei weitem nicht so viel Geld war, wie der Engel tat. Zumindest nicht für sie, denn sie hatte monatliche Kosten, welche deutlich höher waren. Sie könnte diese leicht minimieren, indem sie in ein kleiner Haus zog, sich weniger Gewand kaufte… Aber dieses Leben wollte sie sich gönnen. Sozusagen als Ausgleich dafür, dass das Schicksal mit ihr spielte, wie es wollte.
Sie schüttelte den Kopf über seine Worte. „Nein, es ist in Ordnung. Glaube mir, so viel ist es für mich auch nicht.“ Weiterhin behielt sie den jungen Mann genau im Auge. Was wohl gerade in ihm vorging? Was er sich dachte? Was er über sie dachte? Es interessierte sie nicht wirklich, denn sie war ihrem Leben schon zu vielen Rassisten begegnet, als dass sie sich noch etwas aus den Gedanken anderer machen würde und doch interessierte dieser Engel sie. Dass er einer war, das war für sie klar.
„Sicherlich möchtest du wissen, weshalb ich so viel über dich und Annabeth weiß, nicht wahr?“ Zumindest würde sie vor Neugierde völlig verrückt werden. Doch sie hatte gelernt, sich zurück zu halten und nicht immer auszusprechen, was sie dachte. Entsprechend war sie auch meistens ruhig. Azuka überlegte gerade, ob sie dem Engel die Wahrheit erzählen sollte. Das wäre sicherlich spannend für ihn, aber vielleicht würde er es anderen erzählen und das konnte sie sich nicht leisten. Nur wer bezahlen konnte, bekam im Normalfall auch Einblick in diesen Teil ihrer Fähigkeiten…
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BeitragThema: Re: Colorful future   Do Jul 09, 2015 9:32 pm

Es ist nicht viel für sie ... wenn sie das auch noch für andere Schüler tat und selbst ja auch nicht wenig für sich hatte, so, wie das HAus schon von außen gewirkt hatte ... sie musste unglaublich viel Geld haben.
Unglaublich zumindest für Riley.
Noch immer betrachtete er die Karte in seinen Händen, ehe er sie zögerlich in seine Jackentasche schob. Von nun an würde er wohl alle zwei Minuten die Hand hineinstecken, um zu sehen, ob sie noch da war. Sollte er sie verlieren ... er glaubte nicht, dieser Frau, die so dunkle Haut und dennoch einen goldenen Schimmer an sich hatte, der sie leuchten ließ, wieder unter die Augen treten zu können.
Er sah auf, als sie ihm eine Frage stellte. Kurz schwieg er, dann nickte er. "Natürlich.", antwortete er vorsichtig. "Ich dachte aber, ... dass das an ihrer ... Begabung liegt?" Vermutlich begann jede Wahrsagerin ein Gespräch ungefähr so: 'Ich weiß natürlich alles über dich und' so weiter und sofort. Dass diese ihn fragte, ließ den Verdacht, dass sie tatsächlich eine ehrliche Gabe hatte, stärker werden.
Seine Flügel raschelten leise, als er gespannt ein wenig auf den Stuhl herumrutschte, in Erwartung auf das, was sie nun sagen würde.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Fr Jul 10, 2015 5:06 pm

So wie er die Karte betrachtete, wusste sie, dass er gut mit dem Geld umgehen würde und höchst wahrscheinlich auch sehr sorgsam. Die ersten Monate würde vielleicht der Kaufrausch überhand nehmen, bis man sich daran gewöhn hatte, wieder Geld zu haben, oder es schlug ins anderes Extrem um und man traute sich gar nichts zu kaufen… Doch sie zweifelte nicht daran, dass er im Großen und Ganzen gut mit dem Geld umgehen würde und es vermutlich auch eine sehr gute Investition war.
„Natürlich kommt es durch Magie und durch unser Blut, welches so anderes ist, als jenes der Menschen. Doch… Die Zukunft offenbart sich mir auf einem ganz speziellen Weg.“ Sie schmunzelte. Man könnte meinen, sie wüsste einfach die Zukunft sehen und sie dann den anderen Leuten erzählen. Doch so war es nicht. Sie stand auf und stellte die Tasse auf den Tisch. „Es ist jedoch nicht so, dass ich jedem seine Zukunft zeige. Das kann in manchen Fällen zu ganz… Bestimmten Zwischenfällen führen.“
Sie sah Riley direkt an und versuchte in seinem Blick zu sehen, ob sie ihm tatsächlich vertrauen konnte. Aber sie fand nichts in seinem Blick, was sie daran zweifeln ließ, dass er nicht schwiegen würde. „Deswegen muss ich dir vertrauen können. Wenn ich sage, dass du nicht hinsehen sollst, dann schaust du auch nicht hin. Und jetzt komme mit.“

Sie stand auf und verließ das Zimmer durch die einzige Türe, neben der Eingangstüre. Es führte in ein Wohnzimmer, welches vollkommen durchgestylt war, ging aber durch dieses hindurch, zu einer Treppe, welche in den ersten Stock führte. Dort ging sie den Gang entlang und an einer geschlossenen Türe vorbei, bevor sie die Gegenüberliegende aufmachte. Was sich dem Engel offenbarte war ein Atelier, ausgestattet für Malerei, Zeichnungen und anderen Art von bildender Kunst. Die Bilder hatten keinen einheitlichen Stil. Manche waren im Comicstil, inklusive Sprechblasen, andere im Renaissancestil.
„Komme hier her.“ Sie deutete zu einem Bild, welches fertig war. Es zeigte Riley und Beth, eine knappe Stunde bevor Riley zu Azuka gekommen war. Sie standen sich gegenüber und Annabeth war offensichtlich ziemlich genervt. „Was soll ich bei solche einer Tussen, die glaubt, mir etwas sagen zu können, was ich nicht schon weiß?“, stand in einer Sprechblase, über Annabeths Kopf. Alle anderen Blicke welche die beiden betrafen waren abgedeckt, das war das Letzte, welches sie gemalt hatte.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Sa Jul 11, 2015 11:43 am

Was das wohl für ein Weg sein mochte? Konnte es sein, dass es wie in Filmen ablief? Mit Kristallkugeln und Teeblättern?
Riley nickte leicht. Natürlich ... seine Zukunft zu kennen, erschien ihm beängstigend. Was würde er tun, wenn er etwas wüsste? Sicher war es schwierig, damit umzugehen. Versuchte man dann instinktiv, einfach um zu sehen, ob es stimmte, das Ereignis, dass man vielleicht gesehen hatte, zu verhindern, ganz gleich, ob es gut oder schlecht war? Lebte man noch normal, wenn man seine Zukunft kannte oder wartete man unablässig auf ihr Eintreffen?
Ein leises Gefühl des Unbehagens ergriff von ihm Besitz. Er war sich absolut nicht sicher, ob er etwas von dem wissen wollte, was für ihn passieren würde. Was, wenn er etwas schlimmes sehen würde? Vielleicht etwas, das mit Beth zusammenhing? Die schlimmsten Szenarien, die er sich seit seiner Kindheit ausmalen konnte, hingen mit Beth zusammen, dass ihr etwas zustieß oder sie in Gefahr geriet. Sollte er in der Zukunft etwas dergleichen sehen, würde er verzweifeln. Allerdings würde er es auch als Chance sehen, vorgewarnt zu sein und alles daran zu setzen, diese Zukunft zu verhindern. Denn wenn man sie kannte ... konnte man sie doch sicher verändern? Wenn man sie kannte, handelte man vielleicht anders, als es für die Zukunft vonnöten war ...
Er sah auf. Was hatte sie vor? Wollte sie ihm tatsächlich etwas zeigen? Wieso? Er hatte kein Geld, nicht für so etwas und wenn, dann hätte sie sich im Grunde selbst bezahlt, denn das Geld, das er jetzt hatte, war natürlich von ihr. Mit mulmigem Gefühl stand er auf und folgte ihr.

Wie die folgenden Zimmer eingerichtet waren, erstaunte ihn, doch nachdem er sich im Gehen ein wenig umgeschaut hatte, dachte er sich, dass sie ebenso gut zu der ausdrucksstarken Frau passten wie der überfüllte afrikanisch angehauchte Raum. Allerdings waren sie Riley zu modern und zu bestimmt eingerichtet. Er selbst würde es komplett umrichten, würde er hier wohnen. Aber das tat er nicht und er sagte auch nichts dazu.
Während er Azuka folgte, fragte er sich aufgeregt, was sie denn nun vorhatte und als sie schließlich vor einer Tür stehen blieben, atmete er erwartungsvoll ein. Die Bilder waren eine weitere Überraschung. Hatte die Frau einfach ein sehr künstlerisches Interesse oder waren die Bilder von größerer Bedeutung, als sie auf den ersten Blick erschienen?
Auf der Suche nach Zusammenhängen ließ er den Blick über die Bilder schweifen, sah sich manche länger an, manche kürzer.
Riley riss den Blick von den Gemälden und folgte Azukas Anweisung - ehe er erstarrte. Mit leicht geöffnetem Mund starrte er das Bild an, erst Beth, dann sich selbst und dann wieder Beth, nachdem er die Sprechblase gelesen hatte. Unglaublich, das waren auf jeden Fall Beth und er.
Das war also die Art, wie Azuka ihre Wahrsagungen zeigte? Sah sie es und malte es oder sah sie es erst, wenn die Bilder fertig waren?
"Wie ..." ... funktioniert das? ... ist das möglich?
Riley wusste nicht, ob und was er sagen sollte.
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Azuka Ibori

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BeitragThema: Re: Colorful future   Mi Jul 15, 2015 9:27 pm

Von den ganzen Gedanken, welche Riley sich machte, bemerkte Asuka nicht. Sie hatte keine Sorge, dass etwas geschehen würde, denn dafür war sie einfach schon zu erfahren, dass ihre Fähigkeiten angingen. Ja früher, da waren ihr oft Fehler passiert, welche anderen und auch ihr selbst geschadet haben, doch sie hatte aus diesen gelernt. Sehr gut gelernt. Unter anderem, dass es für sie gefährlich sein konnte, unter dauerhafter Gesellschaft zu sein, weswegen sie diese vermied. Es gab nur wenige Orte und Personen, welche sie regelmäßig traf. Hauptsächlich blieb sie alleine und beschäftigt sich mit Büchern, Ritualen oder auch dem Malen und zeichnen. Wobei dieses doch immer einen bitter Nachgeschmack hatte, da sie oft nicht sagen konnte, ob sie gerade eine Zukunftsvorhersage gemacht, oder eben nur gemalt hatte.
Die Hexe sah den Engel eingehend an, als er das Bild sah. Sie wollte ihn überzeugen, dass sie keine Schwindlerin war. Sie wollte, dass er verstand, denn sie hatte ihm noch etwas Wichtiges zu sagen. Etwas, was sein ganzes Leben verändern könnte. Und das von der jungen Hybridin. Aber dafür müsste er ihr tatsächlich glauben und überzeugt sein, dass sie die Wahrheit sagte.
„Es ist nicht sehr kompliziert. Ich male und Zeichen die Zukunft. Ich selbst sehe nicht mehr als du, auch ich habe nur das Gemälde vor Augen, wenn es fertig ist. Und auch ich kann nicht mehr darauf lesen. Manches Mal sind es auch andere… Stile. Andere Arten. Graphic Novels, mehrere Zusammen hängende Bilder. Und ich kann nicht bestimmen, was mir gezeigt wird.“ Sie warf ein Leinentuch über das Bild, sodass es wie die Meisten wieder verdeckt war. Das ganze Atelie war voller abgedeckter Bilder, einige auch aufgehängt, es lagen auch Mappen herum und alle freie Flächen waren mit Malmaterien und fertigen Bildern übersät. Sie konnte diese nicht verbrennen oder Weg werfen, oder gar verkaufen. Dafür bedeuteten sie ihr zu viel. Und viele würden sie ja einmal wieder an Bedeutung gewinnen. Vielleicht würde sie zum Ende ihres Lebens alle Bilder zu einem riesigen Mosaik zusammen bauen und vielleicht würde sich ihr mit etwas eröffnen. Zumindest hoffte sie das. Sie wusste natürlich, dass dies unwahrscheinlich war. Ihre Gabe war sprunghaft und folgte keiner Struktur.
„Ich möchte dir noch etwas mit auf den Weg geben. Was auch immer geschieht, Zweifel niemals an der Beziehung, welche du zu Beth hast. Lass ihr den Raum, welchen sie braucht, doch sei auch da, um sie aufzufangen. Ansonsten könntest du sie ganz verlieren.“ Sie sah ihn eindringlich an, um zu sehen, ob er verstand, was sie ihn sagen wollte.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Do Jul 16, 2015 8:20 pm

"Das klingt, als hättest du keine Wahl.", sprach er leise und unbewusst seine Gedanken aus, während er das Bild anstarrte. "Als würdest du ... dazu gezwungen." Mit einem Mal klang es weit weniger verdächtig, in gewisser Weise musste es eine Qual sein, nicht zu wissen, was oder wessen Zukunft man als nächstes sah. Man musste es malen oder würde es nie erfahren. Wartete sie auf bestimmte Bilder? Vielleicht von ihrer Familie oder Freunden oder gar sich selbst? Hat sie Angst vor bestimmten Szenen? Riley hätte es. Er würde sich kaum trauen, den Pinsel auf die Leinwand zu legen, aus Furcht, Beths grausames Schicksal zu sehen, wenn er fertig war.
Ein Schauer jagte ihm über den Rücken, als er erneut die Sprechblase durchlas. Erst jetzt wurde ihm klar, dass es exakt der selbe Wortlaut war, mit dem Beth gesprochen hatte und auch ... genau der selbe Blick. Und als er angekommen war, hatte Azuka das selbe gesagt.
Noch einen Moment, nachdem sie das Bild angedeckt hatte, starrte er es an, als könnte er es noch sehen, dass blinzelte er ein paar Mal und sah kurz zu Boden, ehe er die Seherin anblickte.
Aufmerksam hörte er ihr zu und nickte zu Beginn einmal leicht, dann erstarrte er. Beth verlieren? Sein Innerstes zog sich zusammen bei dem Gedanken. Wie war das gemeint? Azukas Sätze hatten einen sehr bitteren Beigeschmack, denn nun war er überzeugt davon, dass sie die Wahrheit sagte. Eine unbequeme und unangenehme Wahrheit. Wie ist das gemeint? "Woher ..." weiß ich, wann sie wirklich Platz braucht und sich dann nicht gleich in Gefahr bringt? Was, wenn ich ihr im falschen Moment Freiheit lasse und ich sie dadurch verliere?
Ihm wurde schlecht und für einen Moment glaubte er, zu schwanken, doch dann riss er sich zusammen und sah mit dem Kopf voller wirbelnder Gedanken zu Boden, nachdem er den Blick abwesend über die verdeckten Bilder hatte schweifen lassen.
Riley bereute seine Wahl, ihr Schutzengel geworden zu sein. Es war so anstrengend und laufend hatte er Angst, sie zu verlieren. Gleichzeitig wusste er, dass er es nie wirklich bereuen würde können. Er liebte sie zu sehr, als dass er eine andere Wahl gehabt hätte. Doch nicht das erste Mal fragte er sich, was passieren würde, wenn der, den ein Schutzengel beschützte ... starb. Er wagte kaum, das zu denken, aber er kannte die Schmerzen, die er hatte, wenn Beth in Gefahr war, nur zu gut. Zwar hatte er sie nicht oft derart stark erlebt, doch es blieb ihm lebhaft in Erinnerung.
"Ich lasse ihr immer ihre Freiheit.", flüsterte er hilflos. Er wusste schließlich, wie wichtig Beth ihre Freiheit war, auch für ihn selbst war das wichtig. Wunderbar, von nun an würde er noch besorgter jede seiner Taten hinterfragen. Riley nickte ein wenig stockend, unfähig, die Wahrsagerin anzusehen.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Fr Jul 17, 2015 8:38 pm

Mit seiner Vermutung lag der junge Engel nicht einmal so falsch. Sie hatte keine Wahl, sie wurde dazu gezwungen, dies zu machen. Wenn sie der Drang überkam, dann musste sie es irgendwie aufmalen oder aufzeichnen und wenn es nur auf eine Tischplatte mit kalte Kaffee war… Aber der Drang musste befriedigt werden, auch wenn sie damit nicht immer glücklich war. Und im Umkehrschluss fiel es ihr aber auch immer leichter, es zu kontrollieren und auch dann zu aktivieren, wenn sie es wollte. Selbst wenn dies noch nicht so perfekt lief, wie sie es sich wünschte. Doch zumindest klappte es die meiste Zeit über schon. „Vielleicht liegst du damit ja nicht falsch“, antwortete sie schlicht.
Die Hexe beobachtete den anderen genau und bemerkte, wie diesem zahlreiche Gedanken durch den Kopf gingen. Etwas konnte sie sich vorstellen, wie es in ihm vorging, denn sie selbst hatte auch schon oft erlebt, dass sie an ihren eigenen Gedanken zweifelte. Und auch andere hatten schon daran gezweifelt, dass sie die Wahrheit sagte. Was in manchen Fällen nicht einmal so schlecht war, denn dann taten sie weiterhin so, wie sonst auch. „Du wirst es schon gut machen, denn du kennst sie besser als jedes andere Wesen auf dieser Welt.“ Sie wollte seine Zweifel zerstreuen, denn diese könnte ihn zum stolpern bringen. „Hier in der Stadt seid ihr sicherer, als in der restlichen Welt.“
Sie sah ihn an und schob ihn dann langsam zurück zu der Türe. Sie wollte nicht, dass er noch länger hier war und sich die falschen Gedanken machte. Sie schloss die Türe hinter ihnen beiden und ging auf die Treppe zu. „Riley… Es ist nicht so, als dass die Zukunft unveränderlich sei. Es wird alles gut gehen. Habe nur Vertrauen in dich selbst.“
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BeitragThema: Re: Colorful future   Sa Jul 18, 2015 4:06 pm

Ihre Worte waren nett und beruhigend, doch Riley lächelte daraufhin nur halbherzig. Was sie sagte, bestärkte ihn, doch er hörte es kaum, zu laut waren die furchterregenden Gedanken, die er schon immer gehabt hatte, seit er denken konnte. Mit zunehmendem Alter und dem Wissen von mehr Grausamkeiten, die die Welt zu bieten hatte, waren auch die Gedanken schlimmer geworden. Früher hatte er sich gesorgt, Beth würde stürzen und sich das Knie aufschlagen, in der Schule hatte er Angst, sie würde gehänselt oder verprügelt werden, nun ... war alles schlimmer. Die Zeit auf der Straße hatte sie beide abgehärtet, doch sie hatte ihnen auch nur zu deutlich die kleinen und großen Gefahren des Lebens gezeigt.
Er sträubte etwas in ihm sich, doch dann folgte er ihr allzu bereitwillig aus dem Raum hinaus. Wenn ein Bild ihn schon so verunsichert hatte, wollte er gar nicht noch mehr sehen. Die Zukunft war zu recht ein Geheimnis - zumindest für die meisten -, so fand er. Etwas zu wissen, was man nicht wissen sollte, brachte nur alles durcheinander.
Dennoch glaubte er nun, dass ihr Rat, so verstörend er auch wirkte, gut gemeint war und auch sein Handeln noch umsichtiger machen würde.
Nun lächelte er sie doch an, sah ihr in die Augen und nickte schließlich. Ja, die Zukunft kann verändert werden. Das muss sie, oder?
"Vie... Vielen Dank." Für das Geld und für ... ich weiß nicht.
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Azuka Ibori

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BeitragThema: Re: Colorful future   Mo Jul 20, 2015 8:35 pm

„Danke mir noch nicht. Sei umsichtig und freundlich, aber stark und selbstbewusst. Es wird alles Gut gehen und dieses Leben hier, dass ist eine neue Chance. Glaube mir, ich weiß wovon ich rede. Diese Stadt kann – trotz ihren Gefahren – ein sehr schönes Leben bieten.“ Sie sagte es mit Nachdruck in der Stimme, aber ruhig und gelassen, als würde sie über das Wetter reden. Doch sie wusste, dass es nichts brachte, jemanden etwas in den Kopf zu Hämmern. Sollte er es nicht annehmen brachte das alles nichts. Wollte er es annehmen, dann waren auch sanfte Worte wirkungsvoll, vielleicht sogar noch wirkungsvoller als mit der Brutalität der Realität um sich zu schlagen.
Azuka sah den Engel noch einmal eingehend an, dann erschien das erste ehrliche und breite Lächeln auf ihren Lippen und sie klopfte ihn aufmunternd und bestärkend auf die Schulter. Sie hatte es alleine geschafft sich hier ein Leben aufzubauen, ohne jemanden der ihr unter die Arme gegriffen hatte und sie war sich sicher, dass er es schaffen würde. Ihre eigene Vergangenheit war auch der Grund, weshalb sie dies tat. Sie verdiente nicht schlecht, konnte sich alles leisten, was sie brauchte und auch so gut wie alles, was sie wollte. Also wieso nicht jemand anderen einen Neustart erleichtern?
Vermutlich würde man dass nicht vermuten, wenn man sie und ihr Haus betrachtete. Sie war verschwiegen, wirkte oft kalt und abweisend, trug teure Kleidung und eine Menge Make-Up. Sie setzte sich gerne in Szene, hatte viel Geld für ihr Haus und deren Möbel ausgegeben und leistete sich sogar eine Putzfrau. Aber sie war doch eine herzensgute Frau, welche niemanden, selbst einem Jäger, etwas zu Leider tun würde.
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BeitragThema: Re: Colorful future   Fr Jul 24, 2015 2:26 pm

Je mehr sie sagte, desto mehr tröstete es ihn irgendwann. Schließlich lächelte er doch noch. "Das habe ich gehofft ..." Denn selbst, wenn sich die Schule als unerträglich für Beth oder ihn erweisen sollte, konnten sie vielleicht hier in der Stadt bleiben. Allerdings barg sie wohl sowohl Sicherheit als auch Gefahr, denn sowohl die Schule der besonderen Kinder, als auch das Zentrum der Jägerbewegung befanden sich hier. Näher an den zwei bedeutendsten gesellschaftlichen Gruppierungen für ihn konnte er wohl kaum irgendwo sein.
"Das ... hoffe ich.", verdeutlichte er, indem er es in der Gegenwartsform wiederholte.
Azukas Lächeln ermutigte ihn noch weiter und langsam entspannte er sich wieder, bis er fast wieder bei dem üblichen Zustand der Anspannung war. Nur Beth allein schaffte es, dass er wirklich mal entspannt sein konnte. Und im Grunde war das auch nur möglich, wenn sie bei ihm war und glücklich oder genervt war, denn ihr Gezeter war mit der Zeit etwas beruhigendes und vertrautes geworden. Am meisten liebte er es, wenn sie Gitarre spielte, denn dann war sie so friedlich wie es viel zu selten vorkam.
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