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 Katze über Nacht

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BeitragThema: Katze über Nacht   Fr Jul 17, 2015 10:37 pm

Es war gerade Samstag Abend und meine Zimmergenossinnen waren gerade nicht da. Mir war etwas langweilig und ich wusste nicht was ich machen sollte, also kam ich auf die dumme Idee, im Schattenbuch zu blättern und vielleicht einen Spruch zu probieren oder zu üben. Um ein bisschen für die richtige Stimmung zu Sorgen, zündete ich ein paar Kerzen an, verteilte sie auf den Boden und den Kommoden an meinem Bett und legte das Schattenbuch auf den Boden, wovor ich mich dann auch setzte. Nein, so leicht würde mir das Schattenbuch nicht abfackeln und die Kerzen waren auch in Kerzengläsern. Ich konnte sie ja nicht einfach so auf den Boden stellen und dann überall Wachs dort verstreut haben. Sonst würde sich jemand beschweren und ich müsste den Unfug wieder wegmachen.

Ich setzte mich also im Schneidersitz vor das Buch und blätterte im Kerzenlicht ein bisschen darin herum. Vieles sah sehr interessant aus, aber ich wusste nicht, was ich ausprobieren sollte. Also schlug ich einfach eine Seite weiter hinten auf. Etwas war aber merkwürdig. Dort stand ein Zauberspruch der nicht irgendwelche Zutaten brauchte, was noch nicht ungewöhnlich war, doch dort stand gar nicht, was der Spruch bewirkte. Ich hatte kein ganz gutes Bauchgefühl, aber drängte mich dann doch dazu, ihn gerade deshalb auszuprobieren. " Gut... " murmelte ich und atmete tief ein und aus. Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich. " Felicis felcicitas! " sprach ich die Zauberworte. Ich öffnete meine Augen, aber überhaupt nichts ist passiert. " Toll und ich hatte gehofft, dass irgendetwas schönes herbeigezaubert wird. Hmpf.. Naja deshalb steht dort woh nicht, was er bewirkt. Weil er einfach nichts bewirkt", dachte ich mir enttäuscht. Ich bließ alle Kerzen aus, versteckte das Schattenbuch wieder in einer Truhe unter meinem Bett, was natürlich einen Code hatte, den ich mir eingeprägt habe. Betrübt ging ich ins Bett und versuchte zu schlafen, was mir überraschenderweise auch nicht sehr schwer fiel.

Am nächsten Morgen wurde ich durch das zwitschern der Vögel und einige Stimmen in meinem Zimmer geweckt. Ich war noch sehr schlaftrunken, weshalb ich meine Augen noch geschlossen hielt. Ich bekam nur einige Gesprächsfetzen von meinen Zimmergenossinnen mit. " Wo ist V- ....  Samstagnacht? " hörte ich eine bekannte weibliche Stimme sagen. Ich hörte kurz Gelächter und dann wurde weiter gesprochen. " ... Katze in ihrem Bett.  " konnte ich noch wahrnehmen. Wovon zur Hölle sprachen die denn da? Irgendwie klang das sehr interessant. Ich zuckte kurz zusammen und öffnete meine Augen gähnend. Die Decke anstarrend zog ich eine Miene. Was zur... Irgendetwas fühlte sich nicht richtig an. Ich versuchte mich aufzusetzen. aber irgendwie war alles so... größer? Nein.. Es war nicht größer. War ich kleiner als vorher? " Bin ich geschrumpft? " dachte ich mir und sprang aus dem Bett. Was zum - warum stehe ich auf vier... Ich blicke an mir hinunter und sah, dass ich Katzenpfoten hatte. " Was zur Hölle geht hier vor sich?! " Ich blickte zu den anderen, die gerade aus der Tür gehen.

Ich machte ein paar Grimassen mit den Mund " Meoooooooow! " krächzte ich, und bekam kein Wort heraus. Sag mir nicht-.. Schnell rannte ich zum Spiegel und tatsächlich. Ich bin eine Katze! Das ist total verrückt.. Also hatte der Zauberspruch doch gewirkt, nur etwas verzögert. Aber.. Kann ich so den Zauberspruch rückgängig machen? Mit den Pfoten komm ich schwer an das Schattenbuch und ich kann den Zauberspruch doch gar nicht sprechen. Zu meinem Glück kam Sophie zurück ins Zimmer, was mir die Gelegenheit gab, wie ein Blitz aus der Tür zu huschen. Ich hatte keine Idee, was ich machen sollte. Ich wollte einfach weg, weg von hier. In diesem Raum könnte ich sowieso nichts anfangen. Ich brauchte Hilfe. Aber wer könnte mir helfen? Ich versuchte mit Sophie zu kommunizieren, als sie auf dem Flur war, aber sie streichelte mich nur und ging dann weiter. Ich seufzte innerlich und schüttelte meinen Kopf. Aber, wer könnte mir helfen? Es war Sonntag, also war zum Glück kein Unterricht.

Ich streunerte durch die Schule und hoffte, dass mich kein Lehrer einsacken würde. Immerhin sind hier Tiere verboten, wobei.. Er könnte mich für einen Gestaltwandler halten, oder mir sogar helfen! Doch aus irgendeinem Grund fand ich absolut keinen Lehrer. Zumindest im Moment nicht. Am Ende kam ich in der Parkanlage an und legte mich verzweifelt auf eine Bank. Doch da! War das nicht..? Ich seufzte leicht. Ob er auf mich hören würde? Irgendjemand muss mir doch helfen können. Ich sprang auf, rannte der vertrauten Person hin und begann ihr frech an der Hose zu kratzen. Natürlich nicht so, dass ich sie zerstörte aber leicht, damit ich zumindest seine Aufmerksamkeit hatte. Ich hatte keine Ahnung, was er morgens in einer Parkanlage suchte, aber nun gut. Da hatte ich wohl einmal Glück gehabt. " Meaooowww!! " miaute ich ihn an. Doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er mich entweder nur streicheln, verscheuchen oder ignorieren würde. " Hilf miiiiir! " dachte ich verzweifelt während ich zu ihm aufschaute und große Augen machte, um irgendwie seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Fr Jul 17, 2015 10:59 pm

Geschmeidig lag Jacob an einem Baum und genießte den Tag mit einem kleinen Nickerchen in Parkgelände. Doch plötzlich wurde er von einem Kratzen geweckt und entdeckte eine süße braune Katze, die an seinem Hosenbein kratzte.
In nächsten Moment miaute die Katze ihn an und Jacob machte ihr ein schräges Gesicht.
Hatte irgendwer in der Schule mitbekommen, dass er sich in eine Katze verwandeln kann und erlaubt sich gerade einen Scherz oder ist die Katze einfach nur verstört? Er wusste, dass zwar Katzen ihn manchmal aufgrund seines Wesens anziehend finden, aber eine normale Katze würde anders reagieren. Irgendwas scheint los zu sein. Er versuchte erst einmal so zu reagieren, als wüsste er von nichts.
„Na, du kleines Ding? Ist bei dir alles in Ordnung?“, fragte Jacob die Katze und gab ihr eine kleine Kopfnuss, was normalerweise die ganz normale Begrüßung von Katzen ist.
Gleichzeitig schnupperte er auch an ihr, es war ein etwas bekannter Geruch, doch konnte er es keiner Person zuordnen. Sie roch eigentlich nur nach Katze und Bett.
Dann ging er der Katze nochmal einmal durch das Haar und kraulte sie hinter den Ohren und untern den Kinn, was für Katzen die angenehmste Stelle zum Streicheln ist.
„Nunja, danke das du mich geweckt hast, aber ich hab jetzt leider eine Verabredung“, schmunzelte Jacob und reibte sich die Augen.
Er stand auf, streckte seine Arme und ging durch den Park. Prinzipiell würde er der Katze gerne helfen, doch er hatte Victoria versprochen ihr neue Saiten für ihren Bass zu besorgen, da er die alten versehentlich zerstört hatte, als er selber für einen Moment den Bass in seiner Hand hielt. Dumme Zufälle.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Fr Jul 17, 2015 11:31 pm

Ich legte meinen Kopf schief, als er so ein schräges Gesicht machte. Lag es daran, dass ich ihn gekratzt hatte? Gut, ich hätte mich auch an ihn schmiegen können, aber es war Jacob! Das wäre ein bisschen seltsam. Außerdem wollte ich ja auch, dass er mir hilft. Als er mir eine Kopfnuss gab, erschrak ich mich und sprang zurück. Ich glaube, dass ich soetwas von Fiona kannte, aber irgendwie war das seltsam. War das sowas wie eine Begrüßung? Warum machte gerade Jacob soetwas zu einer Katze...?
Als er nun an mir schnupperte, entwich ich ihm ein bisschen. Als er jedoch näher kam und mich auch noch zu meinem Ärger streichelte, was mir gedanklich gar nicht gefiel, aber dem Katzenkörper schon, so roch ich plötzlich einen angenehmen Geruch. Ich machte große Augen. " Ja, jetzt empfindest du Jacob schon als gut riechend als eine Katze. Was kommt als nächstes? Dass ich mich in ihn verliebe? " dachte ich und hätte laut lachen können, aber ich glaube nicht, dass Katzen lachen können. Oder doch?
Aaargh! Aber warum war das plötzlich so? Ich glaube eher, dass ich verwirrt durch den Zauber und dieser Lage bin. Als er mich jedoch unter dem Kinn kraulte entglitt mir ein Schnurren. Jetzt ließ ich auch noch diesen Katzenkörper über mich triumphieren.
Ich glaube, dass Jacob es selbst komisch finden würde, wenn er das hier raus findet. Wenn. Denn anscheinend machte sich mein vermeintlicher Held aus dem Staub, weil er angeblich Sonntag morgens eine Verabredung hat. Oder ein Date? Obwohl, nee. Es ist immer noch Jacob über den wir hier sprachen. Jacob, der meine geliebte Saite zerstört hat! Aaargh... Schnell rannte ich ihm hinterher und schlich ihn um die Beine. " Meooow! Meow, meow! " versuchte ich ihn vergeblich zu Verstehen zu geben.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Fr Jul 17, 2015 11:53 pm

Jacob sah nach ihren ersten schiefen Gesicht als Antwort, nachdenklich an. Sie scheint intelligenter oder dümmer als normale Katzen zu sein. Das steht fest. Vermutlich Dümmer.
Auch die Reaktion, dass sie es nicht gewohnt war eine Kopfnuss zu bekommen erschien Jacob nicht koscher und machte dann ein kleines Patpat auf ihren Kopf um die Katze wieder zu beruhigen.
Der Katze schien auch mehr oder weniger die Streicheleinheit gefallen zu haben, also streichelte er sie noch etwas an dem hinteren Rücken. Wenn es eine weibliche Katze ist, so wird es ihr gefallen, bei einem männlichen eher nur stören. Da der Geruch der Katze zurzeit noch so undefinierbar für ihn riecht und er nicht unbedingt an bestimmten Stellen nachschauen wollte, entschied sich Jacob für diese Methode. Warum roch sie nach nichts? War da Magie im Spiel? Jacob verstand die Katze nicht, vielleicht hat ihn auch jemand eine Illusion auf dem Hals gehetzt.
Warte er erinnerte sich, dass irgendwer Illusionen beherrscht und seufzte.
Nachdem Jacob losgelaufen ist, bemerkte er wie die Katze ihn weiter um die Beine schlich und weiter anmaulte. Er gab der Katze nochmal eine kurze Kraulattacke auf dem Kopf und sagte zur ihr,“Hey, du scheinst nicht normal zu sein, aber ich hab wirklich keine Zeit.“ Jacob kramte dann ein altes Wegwerfhandy aus seiner Hosentasche und benutzte es als Uhr. Er hatte noch 40 Minuten Zeit. Er tippte sich dann ein Alarm ein auf 11 Uhr morgens, was für den einen oder anderen Aussehen könnte, als würde er eine SMS schreiben, da er lange brauchte, da man das Display nicht mehr so gut sehen konnte.
Dann gab er der kleinen Katze noch einen Stups und ging weiter in Richtung Stadt. Wie erwartet war sie am Sonntag Morgen sehr leer, und die einzigen die durch die Stadt schlendern sind gerade in der Kirche...bis 11 Uhr. Auf dem Weg ins Geschäftsviertel zog sich Jacob langsam wieder seine Fäustlinge über und schmierte sich wieder etwas von dem Leim auf seine Fingerkuppen um jegliche Fingerabdrücke zu verhindern.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 12:18 am

Er gab mir ein Patpat auf den Kopf, was für mich eher wie ein Trost für irgendetwas wirkte. Wahrscheinlich wegen der sanften Kopfnuss? Ohje.. Ich hatte das Gefühl, dass das ein langer Tag werden könnte. Und hoffentlich bleibt es auch nur bei einem Tag. Ich will nicht den Rest meines Lebens als eine Katze verbringen. Wenigstens war ich eine süße Katze. Fand ich zumindest. Ich könnte auch nichts anderes behaupten, sonst würde ich mich ja schlechter machen, als ich bin.
Als er mich am Rücken streichelte schnurrte ich wieder gegen meinen Willen. Dieser verfluchte Zauber! Hätte ich wenigstens einen Warnhinweis gehabt, dann hätte ich ihn nicht probiert. Obwohl.. Eigentlich war es ja schon meine eigene Dummheit. Aber ich hatte wirklich Angst, dass ich meine normale Gestalt nicht mehr annehmen konnte. Ich konnte doch keine Zaubersprüche miauzen!
Jacob kraulte mich noch einmal am Hinterkopf, als ich ihm gefolgt war. Am liebsten würde ich ja fauchen, aber es ging einfach nicht. Er erwähnte, dass ich nicht normal zu sein schien? Gut, dann hatte ich es ja irgendwie doch geschafft. Aber wahrscheinlich dachte er an ein anderes normal.. Aber warum hatte er so wenig Zeit? Es machte mich wirklich neugierig. Und jetzt tippte er jetzt auch noch etwas in sein Handy?
" Ooooh, hat Jacob wirklich eine Freundin? Ich bin ja schon neugierig, wie sie aussieht. Aber warum trifft er sich so früh mit ihr? Ich hoffe ja, dass ich bei nichts störe.. " dachte ich innerlich lachend.
Gut, dann hieß es wohl, ihm einfach zu folgen. Ich machte keinen Mucks und folgte ihm auf leisen Pfoten. Ich fühlte mich ja wie ein Stalker, aber wenn ich ihn jetzt aus den Augen verlor müsste ich bei jemand anderen wieder von neu beginnen. Und ich weiß nicht, ob ich sie auf den rechten Pfad stupsen könnte. Und für zu blöd hielt ich Jacob jetzt auch nicht, dass er es gar nicht kapieren würde.
Er ging also in die Stadt? War es jemand von Außerhalb? Eine Menschenfrau? Oder war er schwul? Ein Menschenmann? Jacob begab sich nun auch noch ins Geschäftsviertel. Ich hatte keine Ahnung, ob er überhaupt merkte, dass ich ihm folgte. Wollte er seiner Liebsten noch etwas kaufen? Aber die Läden waren doch geschlossen.. Er zog ein paar Fäustlinge und einen seltsamen Leim heraus, zog sich die Fäustlinge an und schmierte sich den Leim auf die Fingerkuppen. Irgendwie hatte ich langsam ein seltsames Gefühl im Magen. Irgendetwas war hier nicht ganz Recht.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 12:36 am

„Hm...du bist also weiblich“, stellte Jacob fest als die Katze anfing zu schnurren während er ihr den hinteren Rücken kraulte. Etwas bemerkte er, dass die Katze ihn schon etwas anstarrte bei all seinen Bewegungen, doch das störte ihn nicht. Er hatte versprochen er macht das mit dem Saiten und dann macht er das auch. Das letzte was er zurzeit wollte war, Victoria wütend zu erleben. Das wäre bei ihr sicherlich kein Spaß und sie würde ihn vermutlich überall hin folgen, bis er ihr neue Saiten besorgt hat, seufzte er in den Tag hinein. Ne, auf so etwas hätte er wenig Lust, und sie ist eher der Typ, die ihn während des Einbruchs mehr in die Quere kommt als keinen Mucks zu machen. Da ist doch besser eben sofort die Saiten zu holen, überlegte er weiterhin in den Tag hinein.
Er hatte das Gefühl, dass ihn doch irgendwer durch die Straßen folgte, doch er konnte keine Person hinter sich entdeckten. Spätestens gleich sollte er die Schritte von seinem Verfolger hören können.
Nachdem bei dem Musikgeschäft angekommen war, schaute er sich noch einmal um. Die Straßen waren Menschenleer und das Musikgeschäft hatte leider keinen Nebeneingang, also machte Jacob nun schnell. Das Schloss war nicht schwierig und die Alarmanlage ging nur an, wenn man das Fenster beschädigt, stellte er schnell fest.
Blitzschnell lies er seine Flauscheöhrchen herauswachsen und seinen fluffigen Katzenschwanz, und knackte in binnen von paar Sekunden das Schloss des Geschäftes.
Es war ein kleiner beschaulicher Laden und hatte zum Glück keine Kameraüberwachung. Langsam fuhr er wieder seine katzenhafte Merkmale wieder ein und durchsuchte den Laden.
Der Besitzer wird wohl über sie wohnen und solange er keinen Krach machen würde, ist alles in Ordnung. Was man nicht alles für einen Freund macht?, seufzte Jacob und ging zu den Gitarren.
„Saiten“, flüsterte Jacob „Wo seid ihr nur Saiten?“, sagte er leise weiter und schaute sich weiter im Laden um.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 12:51 am

Wow, wenigstens hatte er mir als Katze nicht zwischen die Beine geschaut um zu bestimmen, welches Geschlecht ich hatte. Das war wohl ein kleiner Erfolg für mich. Aber anscheinend konnte er es irgendwie anhand des Schnurrens festmachen. Ich wusste ja gar nicht, dass Jacob so ein großer Katzenversteher war? Irgendwie ja drollig.
Nein, er begab sich nicht nur in das Geschäftsviertel der Stadt, sondern auch noch zu einem Musikladen?! Warum das denn? Noch konnte ich nichts ahnen und beobachtete gespannt, wie er das Schloss knackte. Was zur Hölle machte er denn da? Er brach ein? Jacob schien aber beängstigend gut darin zu sein und wusste wohl genau, was er da tat. Ich blieb kurz in meinen stillen Schritten stehen, als ich plötzlich bemerkte wie ihm Katzenohren und ein Katzenschwanz wuchsen. War er...? Nein, das konnte nicht sein... Jacob?! Ich hielt kurz meinen Atem an und gab widerwillig kein Geräusch von mir. Ich huschte kurz bevor die Tür zuging unbemerkt mit ihm in das Geschäft. Also, was suchte er hier denn bloß?
Saiten. Sagte er gerade Saiten? Ich kann es nicht glauben! " Oh Jacob.. Sag mir nicht, dass die Saiten für mich sind? " Ich glaubte nicht, dass seine Freundin zufällig auch Saiten brauchte. Wie konnte ich denken, dass er ein Date hat? Ich schüttelte leicht meinen Kopf und bemerkte, dass es hier drinnen eigentlich dunkel war, aber ich gut sehen konnte. Na klar, ich Idiot war ja auch eine Katze. Ich schlich weiter durch den Laden und blieb nach einiger Weile bei einem besonderem Bass Exemplar stehen. Dieses Bass war wohl das Bass meiner Träume! Natürlich begutachtete ich es, aber ehe ich mich versehen konnte raubte mir eine Fliege, die nun vor meiner Nase herumtanzte die Nerven und die Aufmerksamkeit. Ohne zu zögern versuchte ich sie zwischen meinen Pfoten zu fangen. Misserfolg. Schnell verfolgte ich mein Ziel, sprang und... BAM! Ich krachte geradewegs in einen Haufen von Instrumenten. Oh-oh.. Das tat schon sehr weh. Ich versuchte mich aus den Trümmern zu befreien und hielt nach Jacob Ausschau. Wahrscheinlich hatte ich ihm gerade ein großes Schlamassel beschert. Ich machte große Katzenaugen, um in ihn wenigstens einen Funken Mitleid zu erwecken. " Meooow.. " gab ich leise von mir und schmiegte mich an Jacobs Beine. Im nächsten Moment würde es wohl heißen: Rennen!
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 1:21 am


Als Jacob weiterhin den Laden durchsuchte hörte er dann endlich die Schritte des Verfolgers...es waren Katzenschritte. Das Echo des Ladens gab genug Resonanz um die Schritte herauszuhören als draußen, doch bevor Jacob reagieren konnte, hörte er ein lautes Krachen. Er fasste sich an den Kopf und hatte schon eine Befürchtung was geschehen ist. Die Katze ist ihn wirklich bis hierher gefolgt, damit hatte Jacob nun wirklich nicht gerechnet.
„Du!“, sagte Jacob etwas verärgert, als er die Katze bemerkte von vorhin bemerkte und sich nun etwas an seinen Beinen schmiegte. Er bemerkte, dass die Katze sich bei ihm entschuldigen wollte, was sogar typisch für eine Katze war, doch langsam hatte Jacob wirklich das Gefühl, das die hier einen Schuss hat. Vielleicht war er einfach nur auch sauer.
„Wer ist da? Bertha, hol das Gewehr!“, brüllte ein alter Mann, der langsam die Treppe hinunter torkelte. Ein kurzer Blickaustausch von Dieb und Besitzer. Dann fing Jacob an zu rennen. Er machte sich zwar trotz all der Strapatzen Sorgen um die Katze, doch wollte er lieber erst seinen eigenen Hintern aus der Gefahrenzone ziehen. Der Besitzer würde eh nur ihn verfolgen und nicht das kleine Kätzchen.
„Na warte, du kleiner!“, brüllte der Ladenbesitzer und versuchte ihn etwas hinterher zu rennen.
„Dieb!“, brüllte er noch über die Straßen, doch zum Glück war es Sonntag Morgens und die Straßen menschenleer.
„Verdammte Katze“, zischte Jacob noch einmal über seine Lippen, rannte durch viele Gassen und versuchte jeglichen Verfolger abzuschütteln und suchte sich dann schnell ein stilles Plätzchen. Das er sich mal wirklich über eine Katze aufregt, hätte er selbst nicht erwartet. War die Katze ihn weiterhin hinterher gerannt? Wenn die Katze hartnäckig war, würde sie ihn auf jedenfall finden.
„Ich hab noch nie eine so untalentierte...hm naja, sie hat es wenigstens geschafft mir unauffällig zu folgen“, resignierte Jacob über die Katze und überlegte dann die Konsequenz von dem kleinen Unfall. Er müsste sich jetzt Geld klauen und in einem anderen Musikgeschäft die Saiten kaufen, dachte sich Jacob. Doch gab es überhaupt ein anderes Musikgeschäft? Das war nun alles schwierig geworden.
„Wie soll ich das nur Victoria erklären? Tut mir Leid, eine Katze hat die neuen Saiten geklaut?“, schmunzelte Jacob über sein eigenen Worte und das Pech was ihn heute verfolgt. Danach seufzte er wieder, irgendwie wird sich das schon morgen klären lassen. Nun müsse er aber einer anhäglichen Katze den Hintern versohlen.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 1:39 am

Natürlich war Jacob sehr wütend, dass ich ihn auffliegen lassen habe. Anders hätte ich mir seine Reaktion auch nicht vorgestellt. Als ich die Stimme von einem  alten Mann hörte blieb ich wie eingefroren stehen. " D-das Gewehr?? " wiederholte ich in Gedanken und blickte zu Jacob auf. Er tauschte einen kurzen Blick mit dem Besitzer aus und rannte davon. Und was tat ich? Natürlich rannte ich Jacob hinterher. Ich fühlte mich auch wie ein kleiner Verbrecher, obwohl ich nichts angestellt hatte. Ich hatte ihn ja lediglich begleitet.. Und auffliegen lassen. Oh man..
Als ich draußen war dachte ich für einen Moment, dass ich Jacob aus den Augen verloren hätte. Naja, theoretisch tat ich das auch, aber ich konnte als ich ein bisschen umher ging nach einiger Zeit seine Stimme mit meinen empfindlichen Katzenöhrchen wahrnehmen. Langsam bewegte ich mich in die Richtung und konnte seine Stimme besser wahrnehmen. Mit hängendem Kopf und langsamen Schritten trabte ich zu Jacob hin. Man, wenn er mich denn nur verstehen könnte..

Ich hörte, wie er wieder mich, also Victoria erwähnte. Ich wusste nicht, dass er es ernst meinte, wenn er sagte, dass er mir einfach eine neue klauen würde. Ich wusste nicht, dass Jacob soetwas wie ein Dieb ist und Katzenmerkmale hat. Gott, ich weiß nicht einmal, ob er nur das kann oder nicht sogar ein Gestaltwandler ist. Das würde so einiges erklären. Er schämte sich doch nicht etwa oder? Damals zögerte er etwas, mir zu sagen, was er denn für ein Schattenwesen ist. Und er gab damit an, etwas gefährliches zu sein. " Jacob, du Idiot. Du musst doch gar nichts für mich klauen! Wenn ich wüsste dass du das tuen würde, dann würde ich einfach so lange irgendwo knechten, bis ich mir selbst eine Saite kaufen kann. "
" Meooow.. " gab ich etwas traurig von mir und schmiegte mich immer noch entschuldigend an ihn. Wenn ich gerade keine Katze wäre, wäre das sehr seltsam. Aber wie konnte ich ihm nur etwas zu verstehen geben? Ich hatte nur banale Ideen, aber vielleicht würde soetwas ihn ja etwas zu verstehen geben. Plötzlich hüpfte ich vor ihm herum und begann wie ein Hund mit dem Schwanz zu wedeln. Ich gab ein langgezogenes " Meooooooow" von mir. Hoffentlich verstand er nun. Oder aber er würde denken, dass ich eine verrückte Katze bin, die versucht ihn aufzumuntern.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 2:15 pm

Jacob streifte sich langsam durch die Haare. Irgendwie wird das alles schon werden und die komische Katze? Die kam gerade mit senkenden Kopf auf ihn zu. Er musste schmunzeln, so sauer darüber war er jetzt nicht, um genau zu sein, war er überhaupt nicht sauer.
So etwas kann immer passieren und nächstes Mal passt er halt dann besser auf, wer oder besser gesagt was ihn verfolgt. Sie schien aber über ihre Handlungen ganz und gar nicht erfreut zu sein.
„Hey, meine kleine Heldin – Kopf hoch, ist doch alles gut“, bückte Jacob sich zu ihr und schaute sie an. Nun, ihm würde schon was einffallen um sie später etwas zu bestrafen.
Er bemerkte wie die Katze sich wieder an ihn schmiegte und versuchte sich zu entschuldigen.
Als Reaktion strubbelte er durch ihr Haar und konnte dann beobachten wie sie auf einmal wie ein Hund wild hin und her hüpft. Sie versuchte ihn definitiv was zu verstehen zu geben.
Jacob fing dann an zu lachen, als er sich das ansah und hatte nun endlich verstanden, dass es definitiv ein Mensch vor ihm ist.
„Nun, du bist verwandelt worden oder? Und ich hatte gehofft, dass du einfach nur eine ziemlich dämliche Katze bist“, seufzte Jacob. Eine dämliche Katze würde ihn nicht so viel Schlamassel bestellen wie ein Mensch, da sie weder von seinem wahren Wesen berichten konnte noch von seiner kleinen Nebenberufung.
Langsam wurde dann aber aus dem Lachen eine finsterböse Miene und er schaute sie gefährlich an.
„Du weißt schon, dass ich dafür töten muss, für das was du heute gesehen hast?“, knirschte er die kleine Katze böse an und zog langsam etwas aus Lederjacke. Er wollte ihr Angst machen, was stalkt auch jemand ihn? Und sich dabei noch als Katze erwischen lassen.
Er hoffte auf eine ängstliche Reaktion als Bestrafung, dass er vermutlich später Ärger mit Victoria bekommt. Was er dann aber langsam aus seiner Lederjacke zog, war zu aller Überraschung keine Waffe sondern ein Stück schnur mit das er dann plötzlich spielerisch vor der Katze wedelte.
Keine Katze könnte dies auf Dauer widerstehen können und müsste automatisch danach, wie ein Spiel, danach zu greifen. Und da dies ein Mensch in einem Katzenkörper ist, war dies für Jacob noch viel amüsanter. Egal, wer es war in diesem Katzenkörper, er sorgte schon dafür, dass er nun etwas geärgert wird für die Strapatzen, die er nun durch die Aktion bekommt.

Nachdem er sie damit genug zum Wahnsinn getrieben hat, nahm er sie den Arm und kletterte die Feuerleiter, die paar Schritte entfernt war, mit ihr hoch auf das Dach. Dabei gab er ihr einen dicken fetten Schmatzer auf den Kopf, was für Katzen zwar angenehm sein kann, aber für Menschen vermutlich nur eine einzige Demütigung. Jedenfalls empfand Jacob diese Dinge als Katze furchtbar und gleichzeitig toll, da war es schön jemand anderes damit auf die Palme zu bringen.
Oben angekommen ließ er sie wieder runter und schaute in Richtung Internat.
„Komm, lass uns zurückgehen. Ich werde dir wohl helfen dich zurückzuverwandeln wenn du mir versprichst, dass du zu niemanden je ein Wort über den heutigen Tag sagst.“, sagte Jacob entschlossen zu der Katze. Er stellte sich dann bildlich vor wie irgendwer mitbekommen würde, dass er Flauscheöhrchen oder einen fluffigen Katzenschwanz hat. Victoria und die anderen würden sich vermutlich vor Lachen kugeln und sich die ganze Zeit über ihn lustig machen. Er fasste sich dabei an dem Kopf. Nein, nein, nein. Schnell schüttelte er seinen Kopf und diese Gedanken ab.
Er fragte sich dann wer wohl hinter der Katzenschnauze zurzeit steckt. Bestimmt irgendein Mädchen, dass Ärger mit einer Hexe bekam oder vermutlich selber eine Hexe, die sich versehentlich in eine Katze verwandelt hatte. Nein...das wäre zu lustig, schmunzelte Jacob innerlich.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 2:42 pm

Gott sei Dank! Er hatte es irgendwie verstanden. Ein großer Klotz fiel mir vom Herzen und ich wippte mit dem Katzenköpfchen leicht, was ein Nicken sein sollte, aber sicherlich etwas seltsam bei einer Katze aussah. Wua- er hatte gehofft, dass ich einfach eine dämliche Katze bin? Na danke! " Nyaaa! " gab ich ein bisschen energisch von mir und setzte mich auf den kalten Straßenboden. Als er aber plötzlich so finster drein blickte, bekam ich es wirklich kurz mit der Angst, da ich soetwas Jacob nicht zugetraut hätte. Naja, aber er hatte ja auch keine Idee wer ich war. Also schämte er sich doch! Ich entwich ihm etwas und beobachtete, was er aus der Lederjacke zog. Eigentlich hätte ich soetwas wie ein Messer erwartet bei dem Blick, aber natürlich, ein Faden.. Irgendwie sah der Faden aber sehr verführerisch aus. Wa- was dachte ich denn da? Ich versuchte wegzuschauen und als er auch noch mit der Schnur herum wedelte, hatte es einen hypnotisierenden Effekt und ich konnte nicht anders, als damit zu spielen. " Na danke auch, Jacob. Zwar schulde ich dir etwas, wenn du mich wirklich zurückverwandeln kannst, aber das wird Rache geben! " dachte ich währenddessen.


Gott sei Dank hörte diese Erniedrigung dann endlich auf. Er nahm meinen Katzenkörper auf den Arm und kletterte eine Leiter hoch. Als er mir auch noch einen Schmatzer gab, kochte ich innerlich. Das tat der Idiot doch extra! " Bwüäääh.. " dachte ich mir etwas angewidert. So etwas wollte ich nicht unbedingt nochmal erleben.
Ich sprang ihm schnell aus den Händen, als wir auf dem Dach angekommen sind und nahm extra ein bisschen Abstand. Nope, irgendwann würde mir auch der Geduldsfaden reißen. Naja, dabei musste ich aufpassen, dass ich ihn nicht verjage und er mich nicht zurückverwandelt. Aber wenn ich erst mal wieder in meinem Menschenkörper bin!!..
Ich hörte seine Worte und tauschte einen stummen Blick mit ihm aus. Ich beobachtete, wie er wohl nachdachte und sich an den Kopf fasste und ihn kurz danach schüttelte. War der Gedanke so schrecklich für ihn, dass es irgendjemand weiß? Ich meine, irgendwie war es schon lustig, dass er sich einen Katzenschwanz- und Öhrchen herbeizaubern kann, aber interessierte ihm die Meinung der anderen dabei so sehr? Sonst lief er ja auch Barfuß durch die Gegend. Vielleicht war es ja auch ein wunder Punkt und hatte seine Gründe, dass ihm gerade dabei die Meinung anderer interessierte. Es war wohl, was er ist. Ein Teil von ihm? Es gehört ja sicherlich zu dem Schattenwesen, das er ist.

Seufzt.. Ich hielt meine Pfote hoch, als hätte mir jemand das Kommando "Pfötchen geben" gegeben, um ihn damit zu verdeutlichen, dass ich es verspreche. " Meow " gab ich wieder nur von mir. Anders konnte ich ja auch schwer. Jetzt wollte ich aber so schnell wie möglich zurück in das Internat und den Quatsch beenden. Magie konnte schon sehr gruselig sein.. Nächstes mal mache ich zumindest keinen Zauber mehr ganz alleine. Es sollte wenigstens jemand Bescheid wissen..
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 4:27 pm

Er stuppste die Katze etwas an, als er ihr Nyaa entgegen warf.
„Ist doch nicht persönlich gemeint“, schmunzelte er etwas. Wer sich wohl hinter der Fassade versteckt? Vermutlich eine, die er kannte. Doch er hatte inzwischen schon viele kennen gelernt...
Egal, er ist zwar sehr neugierig, aber vielleicht ist auch einfach besser, dass er es nicht weiß. Er hatte schon viel zu viel zu tun um seine flausche Öhrchen.

Jacob verstand die Geste mit der Pfote, dass sie ihn versprach, niemanden etwas weiter zu erzählen und er war erleichtert. Manchmal wusste er selber nicht so recht, warum ihn das störte, doch dann fiel ihn immer wieder eine nicht allzu schöne Zeit ein, die er am liebsten für immer vergessen würde. Er schmunzelte sie dann aber, das ist vorbei, und alles was jetzt kommt wird gut.
Sie liefen ruhig weiter auf den Tag entlang und er fragte sich, ob er das mit dem Schmatzer vielleicht doch etwas übertrieben hatte. Nach etwas Gelaufe wurde ihm dann doch etwas langweilig und begann auf den Händen weiterzugehen. Es sah etwas wie immer seltsam aus, doch es ist manchmal interessant die Welt anders rum zu sehen.
„Eins muss ich dir übrings noch sagen – bei der Rückverwandlung wirst du das anhaben, was du jetzt gerade trägst – also nichts.“, lachte Jacob und grinste sie dann dabei an. Das würde sie vermutlich erst recht in Verlegenheit bringen, so ein Gedanke einfach mit nichts vor jemanden aufzutauchen. Jacob war sich sicher, dass dies bestimmt noch ein Nachspiel hat, aber derjenige versprach doch mit niemanden darüber zu reden. Also was soll schon groß passieren.
Und ob Jacob überhaupt erfährt wer sie ist, will sie wirklich, dass Jacob weißt, dass er sie umgeknuddelt und mit Leichtigkeit auf die Palme bringen konnte? Vielleicht würde sie verstehen, dass es nicht leicht als Katze hat. Auch wenn sie nicht weiß, dass er selber eine ist.

Beide betraten das dann Internatgelände und Jacob schaute die Katze an.
„Also, dann zeig mir mal wo du verwandelt wordest, und von wem. Vielleicht kann uns das weiterhelfen.“, bückte er sich zu der Katze und hoffte, das niemanden ihn dabei beobachtete, wie er mit ihr sprach. Es würde nur mehr Chaos geben, wenn sich jetzt noch wer einmischt oder das Lehrpersonal davon Wind bekommt. Und das wollte er ihr ersparen, egal um wen es sich handelt.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 4:57 pm

Wir brachen also in Richtung des Internats auf. Meine Geste mit der Pfote hatte er wohl verstanden. Nach einiger Zeit lief Jacob plötzlich auf seinen Händen weiter. Seufzt.. Es war halt Jacob, er war schon etwas komisch. Eigentlich müsste ich daran gewöhnt sein, aber er überraschte mich irgendwie immer wieder übers neue. Wenigstens wurde es nicht langweilig. Bei seinen Worten blieb ich kurz in meinen Schritten stehen. " Ha-ha.. Sehr lustig! " dachte ich mir und blickte ihn böse an. Das erhofft er sich doch nur. Püh! Wäre aber wirklich sehr peinlich, wenn das wirklich passieren würde. Naja, solange er nicht schaut. Ich rannte zu ihm hin und wedelte ihn den Schweif vor der Nase, so dass er vielleicht Niesen musste. Vielleicht würde es ihn auch nerven, das wäre es mir auch wert.

Am Internatsgelände angekommen war ich schon viel beruhigter und entspannter als vorher. Ich fühlte mich hier wieder etwas sicherer und als ob alles sehr bald gut werden würde. Naja, zumindest halbwegs. Als er zu mir sprach blickte ich mich um, um sicherzugehen, dass wir nicht beobachtet werden würde. Wer weiß, vielleicht würde ja jemand petzen, dass Jacob eine Katze mit in die Schule bringt oder so. " Meow meow! " miaute ich und lief schnurstracks in die Richtung von meinem Zimmer. Natürlich ging ich sicher, dass er mich nicht verlor. " Jetzt bring ich ihn auch noch in mein Zimmer! Was ist das nur für ein verdammter Tag? Sag mir, dass das nur ein Alptraum ist. " überlegte ich, als ich vor der Tür stand. Ich sprang hoch und versuchte die Tür aufzumachen, irgendwie gelang mir das auch. Zum Glück waren die anderen nicht da. Sonst würden sie Jacob wahrscheinlich für weiß Gott was halten. Ahahaha! Wäre aber ein lustiger Gedanke, wie er aus einem Mädchenzimmer gejagt wird. Ich schob die Tür weiter auf und ging hinein. Ich hoffe, dass Jacob den Schock seines Lebens bekam, wenn er raus findet, dass ich die Katze bin. Würde ich ihm Wünschen. Einfach nur, damit ich meine Rache habe.

Ich verschwand unter meinem Bett und schob mit Mühe eine Truhe heraus. Moment! Der Zahlencode.. Wie sollte ich das machen? Vielleicht würde etwas zu schreiben helfen.. Ich schnappte mir einen Zeichenblock, der irgendwo rum lag, nahm einen Stift in das Katzenmäulchen und begann eine Zahlenkombination aufzuschreiben. Oh-oh. Was mir gar nicht aufgefallen ist.. Jacob wird mein Schattenbuch sehen! Ich mochte es nicht einmal, als ich die Truhe vor Rose aus meinem Koffer gepackt hatte. Das wird sehr seltsam. Ich habe noch niemanden mein Schattenbuch gezeigt oder anfassen lassen. Und ich finde es sehr seltsam für eine Hexe, jemanden, der keine Hexe ist, einfach sein Schattenbuch, nein eher ein sehr, sehr altes Familienerbstück zu zeigen und anfassen zu lassen. " Huh.. Was soll's. Es muss sein.. Mehr Pech an einem Tag kann ich sowieso nicht mehr haben. " Ich schob den Block neben die Truhe und wartete ungeduldig. Solange er es nicht klaute, würde ich ihn nicht einen Kopf kürzer machen.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 6:02 pm


„Hatschii“, nießte er die Katze mit voller Wucht an. Da seine Hände beide auf dem Boden sind, konnte er sich leider nicht die Hände halten. Na, selber Schuld, wenn man solch eine Aktion macht und nicht darüber nachdenkt.
Sie schien definitiv darüber sauer zu sein, was dem Spruch mit der Kleidung betrifft. Doch er kannte sich nicht mit Hexenzaubern aus, dies könnte sogar wirklich sogar passieren. Vielleicht entpuppt sie sich ja als den schönen Fuchsdämonin, auf die er wartet, hoffte Jacob auf etwas Glück. Aber das wäre schon ein extremer Zufall...und dann wäre sie sicherlich nicht zu ihm gekommen.
Warum auch? Er kannte sie ja nicht mal, oder konnte sich an ihr Gesicht erinnern. Einzig allein, würde er sie an ihren Duft erinnern, malte Jacob weiterhin Wolken in den Himmel.
Das er ausgerechnet jetzt darüber nachdenken musste. Egal.

Sie brachte ich ihn nach kurzer Anfrage schnell und unauffällig zu ihren Zimmer in Mädchenabteil. Kurz lugte Jacob an die Namen an der Zimmertür und er kannte, die Vier. Auch Victoria wohnt auf dem Zimmer. Oh man, hoffentlich ist sie nicht die Katze. Das wäre für ihn eine Katastrophe. Er betrat heimlich mit der Katze das Mädchenzimmer. Es war nicht abgeschlossen und niemand war anwesend. Jacob störte es nicht in fremde Zimmer einzubrechen, ist ja schließlich sein Beruf, selbst wenn es sich dabei um ein Mädchenzimmer handelt von seinen Klassenkameradinnen, die gar nicht mal...nein, jetzt nicht auf falsche Gedanken kommen.
Der weibliche Duft und die Pheromone der jungen Frauen erriechte er durch die Nase und es war für ihn wirklich angenehm. Er schaute die Katze an, die mit ihm Blicke austauschte. Eigentlich konnte er sich die Rache Gedanken in ihr denken und hoffte, dass sie nicht so ein Ärgerpott wie er ist, auch wenn er sich das innerlich doch irgendwie wünschen würde.
Während die Katze unter dem Bett verschwand schaute sich Jacob etwas um. Größtenteils lag da nur typischer Mädchenkram, nicht so wirklich was interessantes.
Doch dann sah Jacob einen kleinen Mp3 Player, den er mit einem Rutsch in seine Tasche verschwinden ließ. Er hatte mal Lust wieder Musik zu hören und das wäre eine schöne Abwechslung mal auch die Musik von jemand anderen zu hören. Danach griff er nach dem Manga auf dem Tisch und durchblätterte ihn. Eigentlich las er sie gerne, aber er hatte einfach kein Geld dafür.
Dann tauchte die Katze wieder auf mit einer kleinen Truhe, die sie rausgeschoben hat. Die Truhe war verschlossen und mit einem Pentagramm versehen. Nicht mal mit einem Stock würde Jacob so ein Ding anfassen wollen. Pentagramme tun nur weh, höllisch weh. Besonders für ihn als Dämon.
Er beobachtete dann die Katze, wie sie den Zahlencode mit dem Mäulchen aufschrieb. Das war schon irgendwie süß und Jacob piekste sie andauernd um zu sehen, ob sie aus der Ruhe kommt.
Nachdem sie fertig war benutzte Jacob wirklich wirklich sehr zögerlich den Zahlencode und dies auch extrem vorsichtig. Das letzte mal, als er ein Pentagramm angefasst hatte, erlitt er Verbrennungen dritten Grades. Glücklicherweise ist er ein Dämon, sodass dies schnell und gut zuheilte. Doch seitdem er hatte Angst vor solchen Dingern. Schweiß tropfte von seiner Stirn als er den Zahlencode eintippte und „plobb“ öffnete sich die Truhe.
Kurz schaute er die Katze an, die ihn einen misstraurischen Blick zuwarf.
„Keine Sorge, das werde ich sicherlich nicht klauen.“, schmunzelte Jacob. Er wusste noch nicht mal so wirklich was für eine Art Buch das sein sollte. Vermutlich ein Zauberbuch...für eine Hexe! Langsam verstand Jacob, dass anscheinend ein Zauber schief gegangen ist und natürlich er es wieder biegen soll.
Er legte das Buch vor die Katze. Sie sollte die Seite aufschlagen, wo der Zauber stand und als sie gemeinsam ihn gefunden hatte, musste Jacob leise lachen.
„Hatteste du kein Latein auf der Schule?“, lachte Jacob und piekste die Katze nochmal.
„Feles ist lateinisch für Katze. Weiß doch jeder Anfänger.“
, stolzte Jacob mit seinem Wissen durch die Gegend. Er wusste, dass nicht nur weil er selber ein Katzendämon war sondern auch weil in seinem paar Jahren auf dem Internat auch schon ein Latinum abgeschlossen hatte. Manchmal vergaß er, dass er auch etwas allgemein Bildung hatte.
Ungefragt warf er sich auf ihr Bett und blätterte eine Seite weiter. Auf der Rückseite, bemerkte er, war die Erklärung des Zaubers und er las sie sich genau durch.
Es wurde beschrieben, dass es sich dies um einen temporären Verwandlungszauber handle und dieser nach 24 Stunden abklingte. Man könnte ihn natürlich auch vorher schon beenden, indem man den Spruch nochmal sagte und dabei auf die Katze schaute. Oder wenn die Katze in den spiegelt blickt und sich ganz stark wünscht wieder ein Mensch zu sein. Scheint also für jede Vorsichtsmaßnahme gesorgt zu haben. Natürlich nur wenn man den Zauber auch gelesen hat.
„Also hier steht, dass du für immer eine Katze sein wirst.“, machte er nochmal einen Witz. Sie würde das inzwischen eh nicht mehr glauben und er fuhr fort.
„Nunja, du bleibst für den Rest des Tages eine Katze, wenn dich niemand zurückverwandelt oder du selber halt.“, er schaute die Katze interessiert an.
„Willst du denn noch für den Rest des Tages eine Katze sein? Der Zauber verfliegt nämlich automatisch nach 24 Stunden. Heißt also, du hättest dir das heute sowieso alles ersparen können.
Naja, ich hab inzwischen ein Buch entdeckt, dass mich viel mehr interessiert“
, wedelte dabei Jacob seinen Kopf auf dem Kissen und zog langsam ein anderes Buch aus dem Kissen.
Ein fieses Grinsen kam über Jacob, denn er ahnte schon jetzt um was es sich dabei handelt. Es war ein Tagebuch. Blitzschnell schaute er nun hinein und musste schon über die ersten Sätze lachen.
Die Katze würde sich sicherlich nicht dies Gefallen lassen und er schloss das Tagebuch wieder und packte ließ es auf dem Bett liegen, während er vorsichtig das Zauberbuch wieder in seine Truhe legt.
„Die Truhe zumachen tust aber du!“, gab er noch einmal seine Vorsicht preis und verschwand in nächsten Moment aus dem Zimmer mit dem Tagebuch.
Er suchte sich dann die gleiche Stelle im Park aus, wo ihn die Katze anfangs angekratzt hat und sonnte sich in seinem Ruhm, etwas doch schönes gestohlen zu haben. Unbedacht, fing er in dem Tagebuch zu wühlen.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 6:38 pm

Ja, war ja klar, dass er hier reinkommt und sofort rum schnuppert. Ist ja widerlich, dachte ich mir. Er lässt lieber nichts mitnehmen, während er hier durchgeht! Naja, zumindest hielt ich ihn nicht für so einen großen Flinkfinger.
Als er mich andauernd piekste, während ich den Code aufschrieb, stellte er meine Geduld gewaltig auf die Probe. Aber gleich wäre ja alles vorbei. Dachte ich zumindest..
Ich musste innerlich lachen, als ich beobachtete, wie er nicht gerade sehr mutig die Truhe öffnete. Gut, dort war ein Pentagramm gegen Magische Energien darauf. Aber dieses war nicht speziell gegen Dämonen. Er musste also eigentlich nicht so viel Angst davor haben, solange er nicht versuchte die Truhe mit Magie zu öffnen. Schlussendlich ging das Schloss auf und ich schaffte es irgendwie dann doch, mit den Katzenpfoten durch das Buch zu blättern. Nicht mal im Traum würde ich daran denken, meine Krallen zu benutzen, um die Seite umzuschlagen. Am Ende zerfleddere ich nur das Buch.

Ich zuckte ein bisschen mit einem Auge, als er mich tadelte und einen auf Besserwisser tat. Ja, ja, Latein. Ich hatte das Fach zwar ein paar mal, aber nicht unbedingt sehr umfassend. Da lernte ich eben nicht jedes Schnurzpiepswort. Und aufpassen tat ich zu der Zeit auch nicht immer. Also.
Ernsthaft? Jetzt nahm er einfach mein Schattenbuch und warf sich auf mein Bett. AUF MEIN BETT! MIT MEINEM BUCH! Na warte.. Dem werd ich noch die Hölle heiß machen.
Er las sich gerade irgendetwas durch. Hoffentlich war es nützlich. Ernsthaft? Das kauf ich dir nicht ab, Freundchen. Sonst hättest du nicht so lange gelesen. Aber, heißt das, dass mehr auf der Rückseite des Blattes stand? Natürlich habe ich daran nicht gedacht im Eifer des Gefechts. Urghs.. Ich hatte eben nicht erwartet, dass der Zauber so endet.

Nun rückte er also mit der wirklichen Erklärung aus. War wohl auch besser so für ihn. Ah, ja, natürlich. Ich hätte mir das alles sparen können. Und vorhin dachte ich noch, dass ich nicht noch mehr Pech haben könnte. Schlimmer geht wohl immer. Ich mich selber zurückverwandeln? Aber wie? Na danke, natürlich zeigte er mir die Seite nicht, dass ich selbst nachlesen konnte. Langsam machte er mich wirklich wütend.
Oh, natürlich, Jacob. Bedien dich einfach an meinem TAGEBUCH!!!! Ich hab es dir ja auch erlaubt oder dich dazu eingeladen, indem ich dich hier rein geführt habe. Und jetzt macht er sich aus dem Staub. Und ich komm nicht mal mehr an das Schattenbuch dran! Ich hätte ja noch befürchtet, dass er in meiner Kommode wühlt, aber dieses Leid blieb mir wohl zum Glück doch noch erspart. Na, der wird gleich was erleben! Solange er keine falschen Sachen liest. Nein, egal was er liest, es ist einfach alles falsch! Hat er denn nicht meinen Namen darauf gesehen?? Ich klappte die Kiste zu. Gut, dann muss ich eben versuchen mich zurückzuverwandeln. " Felicis felcicitas. Felicis felcicitas. " versuchte ich in Gedanken zu sprechen und schloss meine Augen. Als ich sie öffnete geschah aber nichts. " Willst du mich veräppeln? Was soll ich denn sonst tuen? " Ich nahm den Stift wieder in den Mund, schrieb etwas auf ein Notizblatt, nahm den Block ins Mäulchen und rannte Jacob wie ein Wirbelwind hinterher. Naja, zumindest versuchte ich seine Spur wieder aufzunehmen aber diesen komischen, aber angenehmen Geruch konnte ich ja schwer überriechen. Am Ende kam ich wieder in der Parkanlage an. Ich sprang auf seinen Bauch drauf, als er auf der Bank lag und hielt ihn wütend den Zettel hin. Natürlich so, dass er nicht mehr im Tagebuch lesen konnte. " Wie verwandele ich mich zurück?! " stand in Großbuchstaben darauf geschrieben. Meine Geduld hing an einem seidenen Faden und nur der Wille keine Sekunde mehr im Körper einer Katze zu stecken, hinderte ihn daran zu reißen.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 7:12 pm

Der Katze schien es etwas zu missfallen, dass er sich den Geruch merkte und verdrehte die Augen.
Interessant schaute er ihr genau zu wie die kleine Katze, das Buch durchstöberte. Sehr vorsichtig und sorgfältig schien sie damit umzugehen, sodass Jacob überrascht war, wie viel ihr dieses Buch anscheinend bedeutet. Irgendwie erinnerte die Katze etwas an Victoria, die letztens auch sich so über ihren Bass sorgen gemacht hatte. War sie das vielleicht wirklich? Nein, Jacob wollte es irgendwie nicht so ganz wahrhaben. Wie könnte er nach alldem immer noch mit ihr reden können, oder besser gesagt, sie würde den Rest seines Lebens zur Hölle machen.

Naja, eigentlich kann die Katze eh nicht noch sauerer werden als jetzt, stellte Jacob fest als er das zuckende Auge bei ihr feststellte. Ebenfalls schien die Katze eine riesen Anstalt zu machen, während er sich auf ihren Bett breit machte. Sie kann doch darüber froh sein, dass er sich reinlegte. Dann stinkt wenigstens das Bett nicht mehr so stark nach...oh weh Vanille. Hm, könnte auch von einem anderen Bett kommen, erhoffte sich Jacob und dachte weiter. Er selber roch oft nach Waldboden und Tannennadeln. Hauptsächlich lag das an der Kleidung mit er sich immer in solche Orten hinlegte. Irgendwie mochte er den Geruch. Es erinnert an ihn an Natur und Ruhe, und nicht an Stadt und Hektik.
Er konnte förmlich aus dem Gesicht der Katze lesen, wie sie innerlich einen Facepalm machte und sich über sich selber etwas aufregte, als sie bemerkte, dass die Erklärung auf der Rückseite stand.

Die zickige Art von der Katze erinnerte wirklich an eine Frau, als er kurz ihr Tagebuch anschaute. Aber warum lässt sie das auch einfach so unter ihren Kopfkissen offen rumliegen? Irgendwann würde doch eh jemand, es so entdecken.

Nachdem die Katze ihn auf dem Schoss sprang während er auf der Bank in dem Park saß und mit einem durchdringenden Blick anschaute, wusste er, dass jetzt die Zeit für die Erlösung ihres Leides gekommen ist.
Er klappte das Tagebuch zu wo, er am Ende etwas reingeschrieben hatte, „Liebes Tagebuch heute war ein schlimmer Tag. Eine Katze hat mich verfolgt und es einfach alles schief gelaufen. Trotzdem war es irgendwie lustig und es hat Spaß gemacht. Hoffentlich sehe ich die Katze irgendwann wieder. Würde sie ansonsten irgendwie vermissen. - Jacob“.
Nach wie vor, war er sich nicht sicher, wer die Katze war und ob es wirklich Victoria ist. Aber das war ihm auch egal. Es war trotz alldem ein schöner Tag und hoffte sich damit ihr eine Freude zu machen, wenn sie selber das nächste mal schreibt.
Jacob schaute der Katze in die Augen und fing an ihr es zu erklären,“Stell dich vor einem Spiegel und konzentriere dich wieder ein Mensch zu sein oder eine Hexe oder...was auch immer du bist halt. Dann sollte der Zauber verfliegen“, patschte er noch ein letztes mal über den Kopf und gab ihr das Tagebuch wieder.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 7:45 pm

" DANKE! " schrie ich ihn innerlich nicht sehr ernst gemeint an. Ich nahm das Tagebuch in den Mund und wie sonst auch heute, wie ein Blitz durch das Internat. Dabei bin ich aus Versehen durch die Beine einer Lehrerin gelaufen. " Huuuch! Was ist das denn? Eine Katze im Internat? Und dann auch noch so ungestüm? Na warte! " meinte die Lehrerin und ging der Katze nach. Anscheinend hatte sie den Anflug von Magie nicht sofort bemerkt. Sie folgte mir bis zum Mädchenschlafsaal. Schnell stürmte ich ins Zimmer 101, klatschte die Tür hinter mir mit meinen Pfoten zu, stellte mich vor den Spiegel und schloss meine Augen. Konzentration.. Ich seufzte kurz aus und fühlte mich für einen Moment, als wäre ich schwerelos.

Als ich meine Augen wieder öffnete war ich ein Mensch. " Oh mein Gott.. Noch nie war ich so glücklich meine eigene Stimme zu hören, " meinte ich und schaute mein Gesicht von allen Seiten von dem Spiegel an. Wahrscheinlich würde das für jemand außenstehenden sehr seltsam rüber kommen. " Victoria-- was genau tust du da? Sag mir nicht, dass du so eitel geworden bist. Oder... ist es wegen einem Jungen? " hörte ich plötzlich eine Stimme hinter mir. Oh. Gott. Ich schlug mir die Hand vor den Kopf und schüttelte ihn. Wahrscheinlich hatte sie die Verwandlung gar nicht mitbekommen, da sie über einer Zeitschrift hervorlinste. Ich hob das Tagebuch auf, das ich auf den Boden geschmissen hatte und verwahrte das nun auch in der Truhe neben dem Schattenbuch. Ist da wohl sicherer. Ich ballte eine Hand zur Faust, als ich mich an etwas erinnerte, schlug die Tür mit voller Wucht auf.
" JACOOOOOOOOOOOB ! " kreischte ich laut durch den Flur, sodass einige Mädchen aus ihrem Zimmer schauten, um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Gerade als ich die Schritte von der Lehrerin von zuvor hinter mir hörte, rannte ich los.

Als ich die Lehrerin abgehängt hatte, marschierte ich mit großen, heftigen Schritten zurück in die Parkanlage. Ich fühlte, wie ich regelrecht kochte. Ob es unter anderem auch wegen meiner Magie war, wusste ich im Moment selbst nicht so gut. In der Parkanlage angekommen, erblickte ich ihn auch schon auf der Bank sitzen. Ich ging zu ihm hin und blickte auf ihn hinunter. " JACOB! " brüllte ich, obwohl ich direkt neben ihm stand. Hoffentlich hat er sich erschreckt. Püh. Ich gab kurz ein böses Lachen von mir. " WIE KANNST DU ES WAGEN, MEIN TAGEBUCH ZU LESEN " explodierte ich förmlich und kickt ihn leicht gegen sein unteres Bein. Ich drückte meine schon geballten Fäuste etwas fester und ließ mich dann einfach neben ihn auf die Bank plumpsen. " Du bist so ein Idiot! Ich hasse dich. " entging mir nun mit einer wehleidigigen Stimme und ich fasste mir an den Kopf. " Komm nicht noch einmal auf die Idee, irgendetwas zu klauen. Für mich oder von mir. Sonst werde ich dich bis an Ende meiner Tage und als Geist heimsuchen! " knurrte ich und fühlte, wie ich mich abkühlte, wobei meine Magie sowie eine kühle Brise beitrug.

" Ich war die blöde Katze, die dich gestalkt hat. Okay? " meinte ich und drehte mich nun mehr zu ihm hin. " Eins kann ich dir sagen. Ich will nie wieder in eine Katze verwandelt werden. " Ich seufzte tief aus und stieß ihn leicht meinen Ellenbogen in die Rippen. " Und dein Geheimnis werde ich auch nicht verraten. Solange du nichts über die Geschehnisse von heute erzählst. Sonst verwandle ich dich in eine große, hässliche, braune Kröte! " Für einen Moment hielt ich Inne. Ach was solls. " Es war so schrecklich, ich dachte, dass ich nie wieder ein Mensch sein werde und ich ein Leben auf der Straße führen werde. Weit weg von allen, auf mich gestellt im harten, täglichen Kampf um meine sieben Katzenleben zu beschützen. Naja.. Vielleicht hätte mich ja irgendjemand gefunden und ich wäre die Schlauste Katze der Welt geworden.. " heulte ich ihn vor und umarmte ihn einfach niedergeschlagen.

So kurz wie es gedauert hatte, stand ich dann auch schon wieder auf meinen Beinen am anderen Ende der Bank. Ich fühlte mich wie eine alte Frau, die einen Stimmwechsel von der einen Sekunde bis zur nächsten Millisekunde erlitt. " Das ist noch harmlos im Gegensatz zu dem, was du mir angetan hast! Aber es ist noch nicht zu Ende. Und bilde dir nichts ein." schimpfte ich und schüttelte meinen Kopf. Danach ging ich zur Wiese bei der Bank und ließ mich ins Gras fallen. Scheiße, heute werde ich wohl nichts mehr machen, nach diesem Erlebnis." HE! Was hast du alles in meinem Tagebuch gelesen?! " schrie ich dann, obwohl wir nicht so weit entfernt waren, dass ich hätte schreien müssen.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 9:54 pm

„Hatschi“, nießte Jacob einmal im Park. Irgendwer wird wohl gerade an ihn gedacht haben, war es wohl die Katze von vorhin? Auf einmal sah er dann eine Victoria, die nur mit starken Schritten auf ihn zu kam. Viel dachte sich Jacob nicht dabei und grüßte sie „Hey Victoria, was...“, plötzlich wurde er mit voller Wucht angebrüllt und Jacob erschreckte sich schnell.
Ihr Tagebuch gelesen? Sie war das? „Ehm, ehhh....“, stotterte Jacob etwas und zuckte dann die Schultern. „Weil mir danach war?“, fragte er etwas unentschlossen und hätte eigentlich damit gerechnet, dass er den Rest des Tages genießen konnte.
Immer noch war er etwas mit der Siutation überfordert, und stotterte nur ein weiteres „Ehm...ja?“, heraus, als er hörte, dass er ein Idiot ist und er gehasst wird. Warum ist sie dann aber hier? Und warum sagt sie mir das alles?
„Ich und klauen? Keine Ahnung wovon du redest...“, versuchte Jacob weiterhin einen unwissenden zu spielen. Musste sie auch unbedingt im Park mit ihm über sowas reden? An einem Sonntag? Etwas sah sich Jacob um und erblickte ein paar schmunzelnde Blicke von seinen Mitschülern. Was die sich wohl denken können ist wohl klar.

„Warte...du warst wirklich die Katze? Aber warum stalkst du mich?“, schnaufte ich etwas verwirrt. Er schüttelte auch den Kopf...jetzt weiß sie es und er machte eine traurige Miene. Auch fand er den nachfolgenden Satz auch nicht gerade besser, dass nicht mehr in eine Katze verwandelt werden möchte. Irgendwie hoffte er ja doch, dass es wen anders doch etwas gefallen könnte und das es gar nicht so schlimm ist selber ein Katzendämon zu sein. Er schwieg einfach etwas und hörte sich weiter an, was sie sagte.
„Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich Angst davor habe von dir zur Kröte verwandelt zu werden, die noch gerade eben eine harmlose Katze war.“, lachte er sie etwas falsch an. Sie sollte nicht erkennen, dass er von ihrer Aussage doch verletzt wurde. Daher stieß er mit seinem Ellbogen schmunzelnd leicht zurück.
Plötzlich sagte sie ihn, wie sie sich als Katze gefühlt hatte und fing an ihn zu umarmen. Sichtlich war auch Jacob davon überfordert, doch er wusste was getan werden musste. Er dachte ja selber einmal so, als er das erste Mal zu einer Katze wurde und konnte ihre Gefühle verstehen.
Vorsichtig umarmte er sie zurück, eigentlich war er nie so gut in solchen Dingen, aber er wollte sie jetzt auch nicht hängen lassen. Nebenbei lief einer seiner Klassenkameraden vorbei, der nur heftig breit grinste. Als Antwort zeigte ihn Jacob ein böses Gesicht und machte mit der einen Hand einen Stinkefinger, sodass Victoria davon nichts mitbekam.

Danach war Victoria auf einmal wieder am anderen Ende der Bank. Ihr schien, das doch sehr unangenehm zu sein. Jacob war erleichtert, dass wenigstens nicht er das komisch fand, doch sie schien gerade unter heftigen Stimmungsschwankungen zu leiden, und er war sich nicht Recht sicher, ob sie vielleicht doch einen Knall hat.
„Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass man Verrückten immer Recht geben muss. Also keine Sorge, ich bilde mir nichts ein. Du bist hier doch die Irre im Park.“, nahm Jacob ihr Geschimpfe gelassen und beobachtete wie sie sich auf der Wiese breit machte. In Ruhe machte Jacob dann den Mp3 Player an, den er sich von Victoria...“geliehen“ hatte. Sie schien ihn dann noch irgendwas zu schreien, doch unter der Musik könnte er es nur halb verstehen und reagierte nicht darauf.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Sa Jul 18, 2015 10:35 pm

Irgendwie war es ja lustig, wie Jacob völlig überfordert reagierte und zuerst irgendetwas vor sich her brabbelte. " Weil dir danach war?! " wiederholte ich wieder etwas aufgebracht. " Jacob, du kannst doch nicht einfach ein Tagebuch klauen! Ich klau dir doch auch nicht deine tiefsten Geheimnisse! " antwortete ich ihm und seufzte. Ich hielt kurz inne. Meine tiefsten Geheimnisse? Wahrscheinlich hätte ich ihm das nicht erzählen sollen. " Ähh.. Vergiss das. " murmelte ich und fuhr mir durchs Haar.

" W-was?! Ich stalke dich doch gar nicht! " antwortete ich energisch und verschränkte meine Arme. " Das war doch nur das eine mal, weil ich wollte, dass du mich zurückverwandelst! " log ich teilweise und machte einen Schmollmund. Eigentlich wollte ich ja auch wissen, ob er ein Date oder eine Freundin hat." Das heißt aber nicht, dass du mich auch stalken darfst! Das war ein Notfall.. Okay? " fügte ich dem noch hinzu, damit er nicht auf dumme Ideen kam.

Ich stoppte kurz in meinem Redefluss, als er mich mit seinem Ellenbogen zurückstieß. Ging es nur mir so, oder war da irgendetwas seltsames an seiner Lache? Ich zog kurz eine Augenbraue und schüttelte dann meinen Kopf. Obwohl. Er hatte Katzenmerkmale, vielleicht hatte ich ihn ja gerade beleidigt? Oder seine Verwandten oder sowas? Warte, seine Eltern waren doch keine Katzen oder? Also doch nicht seine Verwandten.. Agh, was auch immer.
" Aber Katzen sind schlau, landen immer auf ihren Pfoten und wissen sich zu verteidigen, oder? " meinte ich und schnippte ihm gegen die Stirn.

" V-Verrückten?! " wiederholte ich von der Wiese aus, als ich hörte, was er da sagte. Ich rollte mich einmal im Gras, sodass ich nun auf dem Bauch lag und böse zu Jacob schaute. " Hey seit wann hast du denn einen Mp3-Player? HEY! Hörst du mir überhaupt zu! " sprach ich, doch er gab keine Antwort. Warum sah der Mp3-Player so aus wie- Ich stand auf und riss ihm die Kopfhörer aus den Ohren. " Hey. Kannst du mich nicht wenigstens fragen? " meinte ich nun etwas ernster, aber irgendwie auch traurig. " Von wem habe ich wohl das mit dem verrückt sein? " fragte ich ihn und strubbelte ihm durch die Haare. Kurz danach sprang ich zurück, als ob ich eine Gegenattacke von ihm erwartete und ließ die Kopfhörer fallen. Nein im ernst. Nur weil ich herumschrie, war ich nicht verrückt! Nur etwas.. eigen. Und mir war währenddessen egal, was die anderen von mir hielten. " Nein aber ernsthaft. Was hast du alles gelesen?! " wiederholte ich nun das vorherige Thema und drehte mich von ihm weg, weil ich nicht wollte, dass er mir den Scham vom Gesicht ablesen konnte.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   So Jul 19, 2015 5:28 pm

Etwas zuckte Jacob zurück, als sie ihn nochmal anschnauzte, dass ihn danach war. Unschuldig reibte er sich an den Hinterkopf und schaute weg um etwas ihren Blicken zu entgehen, die ihn doch sehr unangenehm waren.
„Deine tiefsten Geheimnisse?“, hob Jacob eine Augenbraue. Anscheinend stand in dem Tagebuch mehr drin, als es Anfangs den Anschein hatte. Er war nun doch etwas neugierig, was für Leichen sie im Keller hatte, doch er blieb unbeeindruckt.
„Sicher“, winkte Jacob desinteressiert ab und blickte sie dabei mit einem skeptischen Blick, als wüsste er, wovon sie sprach.

„Du hast doch selber gesagt, dass du mich als Katze gestalkt hast“, drückte er kurz seine Handfläche gegen ihren Kopf. Vielleicht half ja es um ihre Erinnerung aufzufrischen. Außerdem war er wirklich etwas verärgert, dass man ihn gefolgt hat...und besonders das er es nicht gemerkt hatte.
„Und dafür schleichst du mir unauffällig hinterher?“, verstand Jacob diese Frau nicht, die ihn auf einmal einen Schmollmund machte. Er schüttelte den Kopf, sie hätte ja auch jeden anderen Fragen können. „Wer will dich schon stalken?“, spielte er wieder auf ihr Tagebuch an und tat so, als wäre sie uninteressant.

Er zuckte als Antwort auf die Sinneswandlung von Victoria, dass Katzen ja nun doch schlau seien, desinteressiert mit den Schultern. Über das Thema wollte er einfach nicht mehr sprechen.

„Ich dachte, ich hätte das getan“, überlegte Jacob unschuldig und blickte kurz in den Himmel. Ihren Musikgeschmack konnte er nicht unbedingt teilen, aber er hatte ja auch nur zwei Lieder hören können.
„Hm, vielleicht von deinem Vater oder deiner Mutter? Ich kenn mich leider nicht so in Verrückt sein aus wie du.“, blieb Jacob weiterhin ruhig und tat so, dass sie die Verrückte von dem Beiden ist und er der Normale. Strotz ihrer Strubbelattacke als wäre er eine Katze, blieb er ruhig auf der Bank sitzen um ihr nochmal zu verdeutlichen, dass sie soeben geworden ist wie er. Nunja, mehr oder weniger. Schließlich interessierte ihm auch nicht so wirklich, was andere über ihn dachten, weshalb er auch etwas anders wirkte.
„Und fühlst du dich jetzt besser?“, grinste dann Jacob und wollte wissen ob ihr das Verrückt sein gut tut. Vielleicht verstand sie die Frage auch nicht, bei all ihren Stimmungsschwankungen, doch Jacob lies es auf einen Versuch ankommen. Sie war doch nicht so normal, wie sie anfangs vorgeben wollte, stellte Jacob fest. Ob es wirklich an ihn liegt? Er starrte kurz Löcher in dem Himmel, bis sie ihn fragte, was er nun tatsächlich gelesen hatte.
„Nun..“, Jacob machte eine kleine Pause „...eigentlich alles.“, sagte er glaubhaft zu der ihn abgewandten Victoria. Eigentlich hatte er gar nichts gelesen sondern nur was reingeschrieben, doch er konnte es sich nicht ihr verkneifen ihn einen großen Schock zu geben, nachdem sie ihn mehrmals so angeschnauzt hatte.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   So Jul 19, 2015 6:04 pm

Ich kratzte mich leicht am Kopf, als er das mit den tiefsten Geheimnissen erwähnte. " Dääh.. Als ob ich soetwas in mein Tagebuch schreiben! Ich bin doch nicht doof! " log ich ziemlich schlecht und verschränkte meine Arme vor der Brust. Irgendwie vermutete ich, dass er soetwas wie ein Tagebuch nicht hatte, weshalb ich es ihm nicht ebenso heimzahlen konnte. Grr..

" D-das meinte ich nicht so! Das.. war nur ein Witz. " Und es ist mir ohne nachzudenken einfach raus gerutscht. " Theoretisch hast du mich ja auch irgendwie gestalkt, wenn du in meinem Tagebuch gelesen hast? Hmmh? " meinte ich und wartete, was er zu seiner Verteidigung zu sagen hatte. " Und außerdem wollte ich wissen ob du ein D----- " sprach ich wiedermal, ohne nachzudenken und biss mir auf die Lippen, bevor ich weitersprechen konnte. " Äh.. " nuschelte ich und schaute überall hin, nur nicht zu Jacob. Ich räusperte mich leicht. " Wenigstens hat es geklappt. Ich meine.. Hätte ja sein, dass es nicht nur ein temporärer Zauber ist. War halt einfach dumm von mir, das alleine zu machen. Nächstes mal probiere ich einen Zauber mit dir, okay? Und wenn ich dann wieder nicht weiß was er bewirkt, wirke ich ihn einfach auf dich. " spaßte ich und lachte.

" Du bist ein grausiger Lügner. " murmelte ich vor mich her, bei seiner ausgedachten Ausrede. " Ach und wer von uns Beiden ist die Person, die es nichts ausmacht ohne Schuhe rum zu rennen, am ersten Tag wie ein Verrückter seine Klassentür aufgeschmissen und etwas rein gebrüllt hat und aus Langeweile auf seinen Händen geht? " zählte ich einige seiner Dummheiten auf und gab ein amüsiertes Schnaufen von mir. " Nur weil ich wütend bin, bin ich nicht verrückt. " meinte ich und streckte ihm meine Zunge aus.
Nein, so ganz verstand ich die Frage nicht. " Wenn du wegen dem Schreien meinst, dann ja. " antwortete ich ihm nur und zuckte mit meinen Schultern.
Ich ballte meine Fäuste zusammen, als er mit einer wirklich glaubhaften Stimme sagte, dass er alles gelesen hat. Was? Das war ein Scherz oder? Aber, was wenn nicht. Mit knallroten Wangen drehte ich mich zu ihm um. " Idiot. " meinte ich und schlug ihn mit der Außenseite meiner Hand etwas auf den Kopf, nicht zu doll, aber um zu Verdeutlichen, dass das nicht lustig ist. In dem Tagebuch standen mitunter sehr peinliche Sachen. Auch etwas über Jacob, was ich am liebsten alles zurücknehmen würde.  Da ich es aus Peinlichkeit nicht mehr in seiner Gegenwart aushielte ging ich nachdem ich ein " Püh " von mir gab, nun langsam zurück in Richtung des Schulgebäudes. Der sollte mir heute lieber nicht noch einmal unter die Augen kommen.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   So Jul 19, 2015 7:24 pm

Kurz runzelte Jacob die Stirn, als sie behaupten würde, dass sie ja doch nicht sowas da reinschrieben würde. Ja natürlich, wer's glaubt. Eigentlich ziemlich altmodisch ein Tagebuch zu führen, überlegte Jacob etwas. Er fühlte sich gerade schon etwas überlegen, zumal sie ihm auch eigentlich ein Gefallen schuldet. Naja, egal. Eigentlich interessierte ihn das eher wenig, hauptsache ihr geht es gut.

„Ein Witz...der dir rausgerutscht ist?“, spottete Jacob über ihre Ausflüchte und musste lachend den Kopf schütteln. Sie schien sich immer mehr in ihren Worten zu verhaspeln und das war schon irgendwie drollig.
Kurz wurde Jacob wieder etwas ernster, „Was wolltest du wissen?“, schaute er sie gefährlich an. Es gab genug Leute, die es mit manchmal guten und manchmal schlechten Grund auf ihm abgesehen hatten. Zwar glaubte er nicht, dass Victoria einer dieser Menschen sei, doch vielleicht hat sie im Auftrag von wem anders gehandelt. Etwas Misstrauen machte sich in ihm breit. Doch er beließ es dabei, sie schien nicht die Art von Mensch, die wirklich Leichen im Keller hatte. Egal was ihr unangenehm war, so schien es doch eher harmlos zu sein, da sie anscheinend nun gerade etwas seltsame Ausflüchte suchte. „Ach, eigentlich egal“, winkte Jacob ab und hörte ihr weiter zu.
„Du hattest doch keine Ahnung was der Zauber bewirkt oder?“, warf Jacob ihr die Unwissendheit von vorhin vor, als sie damit stolzte, dass der Zauber ja doch gewirkt hat.
„Und ich bin doch nicht dein Versuchskaninchen,“ fuhr Jacob weiter fort und ließ sie nicht mit irgendeiner Ausrede davon kommen.

Auf einmal zog Jacob sie an ihrer Hand, sodass sie sich auf Augenhöhe wiedertrafen. Es war nicht wirklich angenehm und kurz schaute Jacob tief ihr in die Augen.
„Von dem Geld das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen. Ist es wirklich verrückt, dass zu tun, was man wirklich will?“, machte Jacob eine ernste Miene und fing dann etwas zu schmunzeln. Vielleicht war die Reaktion ja doch heftig, aber es machte ihm Spaß sie ihn Verlegenheit zu bringen. Schnell lies er sie dann auch wieder los und gab ihr einen Augenblick Zeit darüber nachzudenken.
Er war verschroben, launisch, skurril, er war wie eine Katze. Und er wusste, wie er war, und er empfand keinen Grund seine Art jemanden anderen verschleiern zu wollen, nur weil es irgendwen nicht gerade passt.
Jacob verstand, dass sie die Frage nicht verstanden hatte, doch das störte ihn nicht. Muss ja nicht jeder verstehen.
Nachdem sie sich mit knallroten Wangen ihn zuwandte, gab Jacob ein breites Grinsen vor sich. Das war schon irgendwie süß, auch wenn sie ihn leicht Schlug, konnte er mit dem Grinsen nicht aufhören. Ja, er war doch schon etwas gemein, dachte sich Jacob, aber so eine Gelegenheit jemanden in Verlegenheit zu bringen, kommt halt nicht alle Tage.
„He,“ sagte Jacob noch kurz, als sie langsam versuchte zu gehen. Er warf ihr einen Paichostein zu, vermutlich wusste sie noch nicht mal was das ist.
„Wenn du mal in ernsthaften Schwierigkeiten steckst und ich nicht da bin – Rue Jolie 66“, erklärte er ihr diese Geste. Das war zwar nur ein harmloser Zauber, aber falls sie irgendwann wie er auf Jäger treffen sollte, oder auf schlimmeres, oder was weiß er was alles bei magischen Wesen passieren kann, so hatte sie neben dem Internat auch in der Stadt eine Anlaufstelle. Er mochte sie und er wollte nicht, dass ihr was passiert. Egal wie seltsam sie sich manchmal aufführt.
Auch er ging dann in dann in die entgegen gesetzte Richtung und fing dann an schief zu singen:
“With your feet on the air
And your head on the ground
Try this trick and spin it, yeah
Your head'll collapse
And there's nothing in it
And you'll ask yourself

Where is my mind?“
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   So Jul 19, 2015 9:55 pm

" D-du weißt was ich meine.. " murmelte ich die Antwort und seufzte leicht.
Als er wieder so ernst wurde erschrak ich mich ein bisschen und starrte ihn mit einem neutralen Gesichtsausdruck zurück an. Warum schaute er denn so gruselig drein? Dachte er an etwas schlimmes? Ein seltsames Schweigen füllte die Luft, bis er sagte, dass es eigentlich egal ist. " Wenn ich dir das sage, dann lachst du mich aus. " versuchte ich ihn ein bisschen zu beruhigen.
" Manchmal geht man eben gerne Risikos ein. Manchmal wird Risiko auch belohnt. Manchmal kann es aber auch ein Reinfall sein. Trotzdem, hin und wieder muss man einfach mal was riskieren und aufs Ganze gehen. " meinte ich mit einer etwas leiseren Stimme.
Etwas verwirrt blickte ich Jacob an, als er mich an der Hand zu ihm zog. Ich hatte keine Ahnung was er vor hatte. Für einen Moment schaute er mir tief in die Augen und danach klang er ganz ernst. So war ich Jacob gar nicht gewohnt. Irgendwie fand ich es cool. Die Nähe war mir auch deutlich peinlich. Eigentlich würde ich ja etwas Abstand nehmen oder ihn weg schubsen, aber ich konzentrierte mich nun erst mal auf seine Worte. Hä? Geld? Wer hat denn etwas von Geld gesagt? Philosophisch klang es aber alle mal. " I-ich wusste ja gar nicht, dass du so einschüchternd sein kannst. " antwortete ich und trat nun zurück, als er mich endlich los ließ. Jetzt bemerkte ich, dass es irgendwie wie eine Beleidigung klang. Äh ja.. Das war nicht beabsichtigt. " Ähm.. Was ist schon normal? " antwortete ich, um nun die seltsame Stimmung etwas aufzulockern und zuckte mit meiner Schulter.
Gerade als ich weggehen wollte, gab Jacob noch etwas von sich. Ich blickte zu ihm und sah plötzlich, dass er etwas schmiss. Weil ich gar nicht darauf vorbereitet war, flog mir der Stein gegen den Kopf und fiel dann zu Boden. Etwas angepisst wegen meiner eigenen Dummheit, rieb ich kurz meine Stirn, hob den Stein vom Boden auf und betrachtete ihn verwirrt. Mit einem Was-zur-Hölle-soll-ich-mit-einem-Stein-Gesicht blickte ich Jacob an. Auch seine Worte gaben mir nicht mehr Aufschluss, aber entweder war der Stein zu irgendetwas gut oder nur ein blödes Geschenk, weil er den Schrott nicht brauchte und in seiner Tasche gefunden hatte. " Öh, gut, okay? Danke? " stammelte ich und steckte ihn ein.
Als ich ging, dachte ich, dass ich irgendetwas aus der anderen Richtung gehört hatte. War aber wohl nur meine Einbildung.

Einige Tage später, hatte ich nicht wirklich viel mit Jacob gesprochen, da ich eher meine Ruhe wollte, weshalb ich auch in einem gewissen Maße einen Bogen um ihn machte. Hoffentlich würde er das verstehen. Ich meine, im Nachhinein war ich doch wütender als ich dachte, dass er einfach so mein Tagebuch gelesen hatte. Als wir eine große Pause hatten, gingen meine Freundinnen sich beim Schulkiosk etwas zu Essen holen. Ich hatte nicht wirklich Hunger und lehnte mich einfach irgendwo in den Schatten an eine Wand. Plötzlich konnte ich von um die Ecke einige Stimmen wahrnehmen.

" Jaa.. Und dann hat sie ihm wirklich eine Ohrfeige gegeben! Könnt ihr euch das vorstellen? " hörte ich ein Mädchen sprechen, die man von dem Geläster und der Stimmlage alleine wohl schon als eine Zicke und Tratschtante bezeichnen konnte. Ich seufzte leicht und wollte gerade weggehen, aber blieb schlagartig in meinen Schritten stehen.
" Aahhh.. Habt ihr schon das neuste Gerucht gehört, Ladies? Wir haben anscheinend ein neues Paar in der Schule. " meinte die Eine, woraufhin die anderen anfingen zu Kichern. " Oh, Sascha, wer ist es?  Komm schon, wir wollen es alle wissen! " sagte die andere zu ihr. " Ja ich war ja gerade dabei. Mein Gott, Lena. Lass mich Aussprechen. "  zickte sie und ich ging näher an die Ecke heran. Anscheinend bemerkten sie mich gar nicht und die, die zu mir gedreht war, schminkte sich sowieso nur die ganze Zeit. " Jacob Brendo aus der C Klasse und... " fing sie an. Was zur Hölle? Besonders jetzt spitzten sich meine Ohren. " Mach es nicht so spannend, Sascha! " Die andere räusperte sich kurz. " Nun gut. Jacob Brendo und Victoria Blackwood aus Klasse B. Könnt ihr euch das vorstellen?! " erzählte sie aufgeregt. Man hörte deutlich das Erstaunen von den anderen. " Neiin! Sag bloß! Wie ist das denn passiert? Die Beiden? " fragte das eine Mädel. " Naja die Beiden scheinen ja sowieso befreundet zu sein, so oft wie man die sieht. Keine Ahnung warum sie sich diesen Freak ausgesucht hat. Der ist doch total komisch, ey! Die Alte muss ein Rad ab haben. " Ich ballte meine Fäuste. Wie bitte?! " Oooh, lass sie dich nicht hören, sonst verhext sie dich noch. " schauspielerte die andere mit gespielter gefährlicher Stimme und wurde dann von einem Kichern begleitet.. Na warte, die werden gleich nichts mehr zu Lachen haben! " Ein Klassenkamerad von Jacob hat vor einigen Tagen gesehen, wie die Beiden sich in der Parkanlage an einem Sonntag umarmt haben! " fuhr die andere fort. " Was, wirklich? Da erinnere ich mich.. Ich habe von jemanden gehört, dass sie die Beiden auch in der Parkanlage gesehen hat. Jacob hat sie an sich herangezogen und ihr tief in die Augen geschaut. Später war Victoria ganz rot im Gesicht! " Wieder hörte man Gelächter. " Oh Gott, wahrscheinlich hatten sie ein Date im Park! " murmelte die andere. " Das ist ja ein ätzendes Paar. " sprach nun die eine, die nur zugehört und sich geschminkt hatte. Gerade als sie aufschaute verschwand ich schnell von der Wand. Ich spürte, wie ich meine Fingernägel förmlich in die Ziegelwand bohrte und die Wand hinter mir sehr heiß wurde.

" Oh Entschuldigung. Ich störe dich doch nicht etwa, oder? " meinte ein wirklich gutaussehender Vampir zu mir, dessen plötzliches Erscheinen mich sehr erschrocken hatte. Ich hatte ihn weder gehört noch gesehen. " Oh, hallo. Heute ist wohl mein Glückstag. " dachte ich mir und hob grinsend eine Augenbraue. " Oh, ganz und gar nicht. Schon in Ordnung. " meinte ich, abwinkend zu seiner Entschuldigung und mit einem dummen Grinsen auf meinem Gesicht. Wie lange war er denn schon da? Hatte er gesehen, wie ich die Zicken ausgespannert hatte? Naja nicht gespannt.. Eben.. Zugehört.. Und beobachtet..  Ugh!
" Bist du Victoria Blackwood? " meinte er nun und kam etwas näher mit einem etwas ernsteren Gesichtsausdruck als vorher. Irgendwie wirkte er aber auch sehr verführerisch auf mich. Das lag doch sicherlich nur daran, dass er ein Vampir war. Mich würde der nicht um den Finger wickeln! " Ä-ä-äh... J-ja, das bin ich. " plapperte ich vor mich her und schaute ihn mit großen Augen an. " Gut. Dann kennst du doch sicherlich Jacob Brendo, oder? " sprach er mir direkt ins Ohr. Ich zuckte zusammen und nickte ohne zu Überlegen. Plötzlich legte er seine Hände direkt neben meinen Kopf, um mich zwischen ihm einzusperren. Mein Gehirn schaltete sich vollkommen ab. " Ich- öh.. " stotterte ich und wurde rot im Gesicht. Plötzlich kamen die Zicken vorbei und sahen, was hier Geschah, dem Vampir schien es aber sehr egal zu sein. " Oh mein Gott, jetzt betrügt sie auch noch Jacob! Na,wenn er davon erfährt.. " meinte die eine und grinste diabolisch. " Und wer wird ihm wohl davon erzählen? " munkelte die Andere und machte natürlich eine Anspielung darauf. " Auch noch mit einem Vampir. Wenigstens hat sie Geschmack. " erwähnte die andere und checkte den Vampir kurz aus, bevor die Zicken weiterzogen.

Mein Blick glitt wieder vor dem männlichen Vampir vor mir, der mich anstarrte und wohl darauf gewartet hatte, bis die Mädchen abzogen. Für einen Moment schien er zu überlegen. " Hör mal zu, Süße. Du wirst Jacob dazu bringen, dass er mit mir das Kunstmuseum in Paris überfällt. Ich habe keine Ahnung, wie du das machst, das ist dir überlassen. " flüsterte er und griff mein eines Handgelenk mit einer enormen Stärke, dass sich innerhalb weniger Sekunden rote Abdrücke darauf formten. Es tat wirklich fürchterlich weh, aber das war wohl seine Absicht. " Wenn du es nicht schaffst, dann wirst du um Punkt 17:30 Uhr bei diesem Ort auf mich im Lanternenschein warten. Stelle sicher, dass du keine Verfolger mitgebracht hast. Und ja, ich werde sehen, wenn du auf dumme Ideen kommst. " Ein fieses Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit. " Wenn du auf dumme Ideen kommst, solltest du wissen, dass ich weiß, in welchem Zimmer du schläfst. Du willst doch nicht dass ich dich nachts Besuchen und... " Er ließ seine Zähne heftig neben meinem Hals aufeinander schlagen. Ich schluckte schwer. Auch wenn er etwas anderes meinte, konnte ich nicht anders, als etwas falsch zu Denken. Das war eigentlich nicht der Moment dafür, aber diese Atmosphäre die er absonderte, verschlimmerte alles. Er grinste mich böse an und wahrscheinlich wusste er, was ich gerade gedacht habe. Er ließ locker von mir, nahm meine Hand, legte mir dort einen Zettel hinein und schloss sie wieder. Ich schaute hinunter auf die Hand, um mir den Zettel anzusehen, doch als ich aufblickte und etwas sagen wollte, war der Vampir spurlos verschwunden. So mysteriös und einschüchternd! Auch wenn ich es absolut nicht sollte, gefiel es mir. Jep, definitiv hat er mich eingewickelt. So ein Dreck aber auch!

Ich seufzte und steckte mir den Zettel in meine hintere Hosentasche. Da würde mir wohl niemand auf die Idee kommen rein zu grabbeln, um mir etwas zu klauen. Dann machte ich mich auf den Weg zurück zum Klassenraum. Als der Unterricht beendet war, beobachtete ich, wie Jacob aus seinem Klassenraum ging. " Jacob. Ich muss mit dir sprechen. Es ist sehr wichtig. " meinte ich mit einer überraschend ernsten Stimme und stand ihm extra im Weg, damit er nicht vorbeilaufen konnte. " Können wir vielleicht an einen stilleren Ort oder so gehen? " meinte ich und schaute mich fast schon paranoid um. Eigentlich tat ich das aber eher, wegen diesen Zicken. Ich hatte keine Lust, dass sie uns beobachteten oder einfach hier so auftauchten, um Jacob irgendetwas komisches zu erzählen. Deshalb griff ich auch nicht einfach Jacobs Hand, um ihn irgendwohin zu führen. Würde mich nicht wundern, wenn das schon die halbe Schule wusste. Genau in dem Moment ging ein Mädchen mit einem breiten Grinsen auf den Lippen vorbei, das geradewegs in meine Augen blickte. Yup.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Mo Jul 20, 2015 1:42 pm


Sichtlich war Jacob überrascht wie sie auf einmal vor ihn stand und was mit ihm reden will. Es klang ernst. Hatte er irgendwas wieder angestellt? Sie ging ihn doch aus dem Weg!
„Nö!“, sagte er und wollte sich Jacob wieder ihre Stimmungsschwankungen ersparen. Irgendwie hatte er keine Lust ernsthaft mit jemanden reden zu wollen.
„Ähm, wie ich sagte, ney. Ich hab gerade keine Lust“, gab er nochmal ein Nein Preis. Eigentlich liegt es auch daran, dass seine Gedanken bei einem alten Freund mit langen Zähnen hingen, den er noch vor kurzem ebenfalls ein Dickes Nein gab.
Doch bevor er wieder gehen konnte, nahm sich Victoria einfach seine Hand und zog ihn durch den Gang. Vor ihr schien es anscheinend kein Entkommen zu geben. Er bemerkte wie ein Mädchen sie breit angrinste und schaute sie nur verwirrt an. Was guckt die denn so komisch? Naja, eigentlich egal, Victoria schien ihm aber was dringendes zu sagen und er seufzend ließ er sich durch die Gänge ziehen. Das hätte so ein schöner ruhiger Tag sein können.
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BeitragThema: Re: Katze über Nacht   Mo Jul 20, 2015 2:59 pm

Gut, ich hatte seine Hand dann doch gegriffen, da er nein gesagt hatte. Ich wusste nicht, warum er nein sagte. Hatte er wirklich nur keine Lust? Natürlich machte ich mir wieder mehr Gedanken, als ich sollte, aber nicht, dass er jetzt irgendwie etwas gegen mich hatte, weil ich ihm aus den Weg gegangen bin. Ich schliff ihn durch den Flur und seufzte. Selbst als ich meinte, dass es wichtig ist meinte er nein. Vielleicht hatte er nicht den ernst der Lage verstanden. Für einen Moment blieb ich nachdenklich in meinen Schritten stehen, da ich mir überlegte, wo ich Jacob hinbrachte. Es wäre nicht so gut, wenn irgendein Lehrer oder Schattenwesen uns belauscht. Den ganzen restlichen Schultag musste ich mir auch irgendwie einen Versuch aushecken, Jacob davon zu überzeugen. Und das wird sicherlich nicht sehr lustig werden. Plötzlich fiel mir ein Ort ein, wo wohl fast nie jemand ist. Ich zog Jacob wieder an der Hand weiter und warf ihm kurz einen prüfenden Blick zu, ob er sich befreien wollte. " Bitte. Komm einfach. " murmelte ich. Hoffentlich merkte er, dass ich nicht irgendeinen Scheiß anstellen wollte, sondern ich todernst war.

Naja, ich wollte nicht wissen was der Vampir macht. Kann er mich überhaupt verwandeln, wenn er mich beißt? Oder geht das nur mit Menschen? Oder klappt das irgendwie anders? Ich hatte null Plan, wie das bei Vampiren so lief, und kannte sie sowieso nur aus Büchern und Filmen. Das eine oder andere war aber sicherlich von den Menschen dazu erfunden. Obwohl ich hab noch nie irgendein Schattenwesen gesehen oder davon gehört, dass auch ein Vampir ist. Näh. Geht wohl nur mit einem Menschen. Abgesehen von den geborenen Hybriden, wo einige teilweise Vampir waren. Keine Ahnung, wie das klappte. War alles noch sehr verwirrend für mich. Da ich nun nicht mehr in dieser Präsenz vom Vampir war, konnte ich auch klarere Gedanken fassen. Irgendwie war es ja schon gruselig, wenn ein Vampir dich nachts überrascht und dein Blut trinkt. Er könnte mich ja auch einfach umbringen, so würde er mir viel mehr Angst machen. Ach, keine Ahnung! Das ist doch alles super seltsam! Vielleicht nahm der Vampir meine Unwissenheit ja auch als Mittel zum Zweck.

Den ganzen Weg über war ich wohl sehr gedankenverloren, trotzdem sind wir auf dem Dachboden angekommen. War zwar verboten, aber das war jetzt nicht die Priorität. Ich schloss die Tür hinter uns, räusperte mich kurz und ging wortesuchend durch den Raum. " Also, ich weiß, dass das sehr überraschend ist, dass ich dir aus den Weg gegangen bin und jetzt einfach mit dir sprechen will. Aber ich möchte das du mir genau zuhörst. Mir ist das sehr wichtig. " fing ich an und schluckte schwer. Innerlich war ich am überlaufen vor Stress, aber ließ es mir nicht wirklich anmerken. " A-also, das hat nichts mit den Sachen zu tun, die ich im Tagebuch geschrieben habe. " stotterte ich und merkte, dass es mir doch wieder etwas peinlich war. Ich kratzte mich leicht am Kopf. Nicht, dass er auf die falsche Idee kam. Ich ging kurz zum Fenster und blickte seufzend nach draußen. Ich biss mir wieder auf die Lippen, was für Jacob nicht sichtbar war, da ich kurz mit dem Rücken zu ihm stand. " Bitte vergib mir Jacob. " Ich mochte den Gedanken ganz und gar nicht, ihn zu soetwas zu bringen.

Ich schluckte kurz und drehte mich dann mit einem sehr traurigen Gesicht um. Dafür, dass es zu dem Gespiele gehörte, war es aber sehr echt, weil es mir wirklich Leid tat. Plötzlich war ich sehr aufgeregt und versteckte meine zitternden Hände hinter meinem Rücken. " I-ich, also.. Mir hat eine Freundin erzählt, dass sie in der Pause bedroht wurde. Von einem Vampir. Er hat etwas von einem Kunstmuseum in Paris und von dir erwähnt, Jacob. Der Vampir meinte, dass sie mich überreden soll, mit dir darüber zu sprechen, sonst wird jemanden etwas passieren. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass wenn du es nicht machst, er sich auch daran halten wird und sehr wüten sein wird. Ich weiß nicht, warum er will, dass gerade ich dich überrede. Vielleicht, weil er mitbekommen hat, dass wir befreundet sind.. und so.. " murmelte ich und schaute Jacob in die Augen.
Hatte ich gerade wirklich gesagt 'und so'? Tolle Anspielung auf die Gerüchte. Ich könnte mich gerade facepalmen. Keine Ahnung, ob er überhaupt schon davon gehört hatte.

Eigentlich war die Geschichte ja die Wahrheit, nur in einer abgewandelten Form mit einer Freundin. Trotzdem hatte ich ihm Angst, die ganze Wahrheit zu sagen. Wenn das der Vampir erfährt, würde ihm das wohl auch nicht gefallen. " Ich weiß, dass das verrückt klingt, aber ich will, dass du das Kunstmuseum für ihn überfällst. " sprach ich einfach die harte Wahrheit aus. Ich ging etwas auf ihm zu und hatte weiterhin eine traurige Mimik. " Bitte Jacob! Tu es für mich! Nur diesen einen Gefallen. Ich will nicht, dass irgendjemand etwas passiert. " sprach ich mit einer aufgeregten Stimme. " Du doch sicherlich auch nicht, oder? " Und wer weiß, wie mächtig dieser Vampir ist. Es ist ein Vampir und er ist Meister der Verführung. Ganz sicher, hat er viele Beziehungen zu wichtigen und vielleicht auch mächtigen Personen. Wer weiß? Ich glaubte nicht daran, dass Jacob so unmoralisch wäre und einfach nein sagt, weil ihm nicht danach ist oder er zu faul ist.
Ich ging noch einen kurzen Schritt auf ihn zu und sagte mit ernster Stimme: " Willst du wirklich, dass das Blut von jemand anderen an deinen Händen klebt? " Ich schaute seine Augen kurz an, als würde ich eine Antwort suchen und trat dann wieder etwas weg. Erst jetzt fiel mir auf, wie grausam, doch wahr diese Aussage eigentlich war. Und irgendwie klang es auch sehr einschüchternd, wenn ich es mit so einer ernsten Stimme sagte. Ich fuhr mir seufzend durch mein Haar und schüttelte den Kopf. Unmöglich könnte er nein sagen. Ich hatte alles gegeben, jetzt konnte ich nur noch warten und hoffen.
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